Der Blitzeranhänger des Landkreises ist in den vergangenen Tagen gleich zweimal beschädigt worden, als er in Haßbergen an der B215 stand. Foto: Polizei

Der Blitzeranhänger des Landkreises ist in den vergangenen Tagen gleich zweimal beschädigt worden, als er in Haßbergen an der B215 stand. Foto: Polizei

Landkreis 12.10.2021 Von Sebastian Schwake

Meinung des Tages: Dumme Attacken

Der Blitzeranhänger des Landkreises ist zum wiederholten Mal von Unbekannten beschmiert und zumindest für ein paar Stunden für die Tempoüberwachung auf den Straßen des Kreisgebietes vom „Netz“ genommen worden. Die Täter sind in allen Fällen flüchtig. Die Polizei ermittelt wegen Störung öffentlicher Betriebe. So heißt es im Juristendeutsch. Es handelt sich demnach nicht um eine Sachbeschädigung, weil das Gerät gereinigt werden konnte und damit nicht als zerstört gilt. So weit, so juristisch.

Aber wer greift das Gerät immer und immer wieder an? Das Gerät scheint seinen Dienst offensichtlich sehr gut zu verrichten. Anders kann ich mir nicht erklären, warum es so oft beschmiert wird. Dabei hilft das mitnichten denjenigen, die bereits vorab geblitzt worden sind, weil sie sich nicht an die vorgeschriebene Geschwindigkeit gehalten haben. Der Blitzer war zwar nach der Attacke vorübergehend blind beziehungsweise in seiner Sicht eingeschränkt. Das hat in allen Fällen aber nur nachfolgenden Autofahrern, die schneller als erlaubt unterwegs waren und hätten geblitzt werden sollen, genutzt.

Sie werden nun voraussichtlich kein Schreiben vom Landkreis Nienburg erhalten, weil deren Fotos aufgrund der Beeinträchtigung nicht (gerichts-)verwertbar sein dürften. Wer zuvor von dem Gerät erwischt wurde, dem hilft die anschließende Attacke auf die Anlage herzlich wenig, weil die Geschwindigkeitsmessdaten und auch Sabotagemeldungen über ein Mobilfunkmodem weitergeleitet werden. Der oder die Täter riskieren nun lediglich eine höhere Strafe, wenn sie erwischt und dann (hoffentlich) auch verurteilt werden.

Der Landkreis hat das Gerät für eine Testphase angemietet. Anschließend soll analysiert und ermittelt werden, ob der Landkreis womöglich in den Kauf eines solchen Gerätes investiert, denn der Landkreis setzt seine zuletzt genutzten eigenen Geräte nach einem Gerichtsurteil nicht mehr ein.

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Erstellt:
12. Oktober 2021, 07:00 Uhr
Lesedauer:
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Rasergeschädigter 12.10.202113:52 Uhr

Als Anwohner kann ich sagen dass sich der Durchgangsverkehr dort absolut hemmungslos verhält. Motorräder innerorts teilweise voll aufdrehend mit 100!!!!!Kmh.
PKW in Kolonnen mit über 70Kmh.
Die größte Enttäuschung und Beeinträchtigung sind die LKW-Fahrer*innen. Mit 70-80 Kmh auch mitten in der Nacht wird durch den Ort gebrettert dass am Haus die Dachsparren knacken. Liegt natürlich auch an der total maroden Straße die trotz jahrelangen nachfragens nicht repariert wurde.
Am besten einen festen Blitzer aufstellen, ich denke es gibt Anwohner die den sogar überwachen würden.
Wer etwas gegen Geschwindigkeitskontrollen in solchen Bereichen hat und die Anlagen beschädigt sollte vielleicht mal einen Termin bei seinem Psychater machen.


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