Bezahlbarer Wohnraum ist knapp, die Stadt Nienburg will jetzt mit sozialen Wohnraumförderinstrumenten gegensteuern, um Vermieter zur Bereitstellung von Wohnungen zu bewegen. Foto: Andrey Popov - stock.adobe.com}

Bezahlbarer Wohnraum ist knapp, die Stadt Nienburg will jetzt mit sozialen Wohnraumförderinstrumenten gegensteuern, um Vermieter zur Bereitstellung von Wohnungen zu bewegen. Foto: Andrey Popov - stock.adobe.com}

Nienburg 12.06.2021 Von Manon Garms

Meinung des Tages: Es passiert nicht nur den anderen

Wohnungslosigkeit dürfte für die meisten Menschen etwas sein, das anderen passiert – nicht aber ihnen selbst.

Und natürlich ist die Gefahr für Wohlhabende so gut wie nicht vorhanden. Doch diejenigen, die aus der einkommensschwachen Schicht stammen, können das sprichwörtliche Dach über dem Kopf schnell verlieren. Sei es nach einer Trennung vom Partner oder der Partnerin oder weil sie sich eine Mieterhöhung für ihre aktuelle Wohnung nicht leisten können.

Die Stadt Nienburg will jetzt mit sogenannten sozialen Wohnraumförderinstrumenten gegensteuern, um Vermieter zur Bereitstellung von Wohnungen zu bewegen. In der Politik stößt dieses Vorhaben auf regelrechte Begeisterung – stellvertretender Linken-Fraktionsvorsitzender Torben Franz sprach gar davon, dass ihm der Vorschlag der Stadtverwaltung „wie Butter runtergegangen“ sei.

Bei allem Lob für die Stadtverwaltung dürfen aber auch die Beratungseinrichtungen nicht vergessen werden, die bereits jetzt – auch ohne soziale Wohnraumförderinstrumente – ihren sehr wichtigen Teil dazu beitragen, dass Vermieter sich darauf einlassen, ihre Wohnungen an Menschen zu vermieten, die sonst durchs Raster fallen.

Beratungsstellen wie Wohnwege oder die Ambulante Wohnungslosenhilfe unterstützen dabei, Wohnraum für diejenigen zu finden, die es zum Beispiel aufgrund von Arbeitslosigkeit oder einer Behinderung sehr schwer haben. Und dieses Schicksal kann jeden und jede treffen.

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Erstellt:
12. Juni 2021, 07:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 1min 38sec

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