Es geht auch „ohne“ - die Auswahl an alkoholfreien Getränken ist groß. Foto: BillionPhotos.com/AdobeStock

Es geht auch „ohne“ - die Auswahl an alkoholfreien Getränken ist groß. Foto: BillionPhotos.com/AdobeStock

Landkreis 05.09.2021 Von Nikias Schmidetzki

Meinung des Tages: Gegen amtliches Aua im Kopf

Mein Wunsch heute für Sie: heute aufgewacht zu sein ohne Kopfweh. Gerne ohne jegliche Schmerzen. Aber weil heute „Kopfschmerztag“ ist, soll der dröhnende Schädel hier im Mittelpunkt stehen.

Nicht immer, aber immer öfter, tragen ja die Inhaber eines schmerzenden Kopfes zu einem großen Teil daran selbst die Schuld. „Hast du heute auch genug getrunken?“ Diese Frage ist oft eine der ersten, wenn dem Ärger über Kopfschmerzen Luft gemacht wurde. Und wenn die Antwort dann ist: „Vielleicht gestern aber zu viel“, dann ist die Ursache für das amtliche Aua im Kopf schnell gefunden.

Nicht umsonst erfreuen sich als „alkoholfrei“ deklarierte Getränke großer Beliebtheit. Doch wie sieht es tatsächlich aus mit „alkoholfrei“? Hersteller dürfen Getränke wie Bier, Sekt oder Wein als alkoholfrei bezeichnen, wenn ihr Alkoholgehalt unter 0,5 Prozent liegt. Ganz ohne sind sie aber häufig nicht. Da sie Restalkohol enthalten, sind diese „alkoholfreien“ Getränke etwa für Schwangere nicht zu empfehlen. Und auch Kinder sollten die Finger davon lassen, da sie sich sonst schnell an den Geschmack gewöhnen können, raten Experten.

Das liegt daran, dass der Gärungsprozess entweder einfach nur verkürzt oder der Alkohol nachträglich dem Getränk entzogen wird. Es gibt aber mittlerweile auch komplett alkoholfreie Getränke, die sonst eher„mit Wumms“ bekannt sind. Die Bezeichnung „ohne Alkohol“ dürfen sie nur tragen, wenn sie wirklich 0,0 Prozent haben.

Übrigens: Sogar in einigen Säften sind geringe Mengen Alkohol enthalten. Und das ist zulässig: Laut Bundeszentrum für Ernährung gilt nach den Leitsätzen für Fruchtsäfte 0,38 Volumenprozent Alkohol pro Liter als tolerabel. Dann müssten rund neun Liter Fruchtsaft getrunken werden, um dieselbe Menge Alkohol aufzunehmen, die durchschnittlich in einem halben Liter Bier steckt, rechnet das Zentrum vor. Das wäre wirklich viel – und macht eher Bauchweh als einen „dicken Kopf“.

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Erstellt:
5. September 2021, 07:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 1min 56sec

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