Die Insel Wilhelmstein soll Geschichte erlebbar machen. Foto: DIE HARKE

Die Insel Wilhelmstein soll Geschichte erlebbar machen. Foto: DIE HARKE

Steinhude 18.06.2021 Von Heidi Reckleben-Meyer

Meinung des Tages: Geschichte erlebbar machen

Dass im Steinhuder Meer einst das vermutlich erste U-Boot der Welt mit dem Namen „Steinhuder Hecht“ tauchte, gehört zu den vielen Geschichten, die es über die Region zu erzählen gibt. Wer in der Pandemie mehr in heimischen Gefilden unterwegs war und ist, hat sicherlich festgestellt, was es hier alles zu entdecken gibt.

Wussten Sie beispielsweise, dass die kleine Insel Wilhelmstein im Steinhuder Meer, die zwischen 1761 und 1767 erbaut wurde, eine portugiesische Schwester hat? Für den Erbauer Graf Wilhelm zu Schaumburg-Lippe war Wilhelmstein Vorbild für das Fort de Lippe (Fort Nossa Senhora da Graça) in Elvas/Portugal. Diese historische Beziehung zu Portugal spiegelt sich auch in der neuen Insel-Gastronomie.

Und Nachkomme Fürst Alexander zu Schaumburg-Lippe zeigte sich überzeugt, dass es ohne Graf Wilhelm nicht nur Wilhelmstein nicht geben würde, sondern, dass in Brasilien vermutlich heute Spanisch und nicht Portugiesisch gesprochen würde.

Auf der kleinen Insel mitten im Steinhuder Meer sollen Geschichte und Geschichten erlebbar gemacht werden. Die Gäste sollen erfahren, wie Graf Wilhelm einst den verwegenen Plan umsetzte, eine künstliche Insel im größten See Niedersachsens aufzuschütten. Fünf Jahre lang schaffte die Bevölkerung Schüttmaterial heran.

Es folgte eine wechselvolle Geschichte: Anfangs beherbergte die Festung auch eine Militärschule, dann ein Staatsgefängnis und viel später wurde sie ein beliebtes Ausflugsziel, in dem jetzt für neuen Schwung gesorgt ist. Ein Besuch lohnt sich!

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Erstellt:
18. Juni 2021, 06:45 Uhr
Lesedauer:
ca. 1min 43sec

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