Baugrundstücke sind begehrt in der Samtgemeinde Steimbke. Foto: moonrise - stock.adobe.com

Baugrundstücke sind begehrt in der Samtgemeinde Steimbke. Foto: moonrise - stock.adobe.com

Landkreis 24.08.2021 Von Arne Hildebrandt

Meinung des Tages: Haus muss in fünf Jahren gebaut sein

Der Trend zum Bauen ist ungebrochen, das betrifft auch die Samtgemeinde Steimbke. Baugrundstücke werden händeringend gesucht. Für den dritten Bauabschnitt des Steimbker Neubaugebietes Lichtenhorster Straße gibt es dreimal so viele Interessenten wie Bauplätze, berichtet Bürgermeister Friedrich Leseberg.

Ein Blick auf die Homepage der Samtgemeinde Steimbke macht es deutlich. Freie Baugrundstücke sind rar. Beispiel Rodewald, Baugebiet Ahldener Weg: Inzwischen sind alle Grundstücke veräußert. Ein neues Baugebiet mit zehn Baugrundstücken ist erst noch in der Planung. Die Samtgemeinde verweist auf Baulücken im Baulückenkataster. Neues Baugebiet in Stöckse: Alle Grundstücke sind verkauft, meldet die Verwaltung. Bleibt noch Linsburg. „Aktuell leider kein Baugebiet“, heißt es dort. Nur im Baugebiet Lichtenhorster Straße in Steimbke meldet die Verwaltung: „Jetzt in die Warteliste für den dritten Bauabschnitt eintragen!“

Wir hatten sie wie Sauerbier angeboten.

Steimbkes Bauamtsleiter Kai Ohlendorf

Niedrige Zinsen, aber hohe Baukosten. Und dennoch ist der Wunsch nach einem Eigenheim groß. Es war schon mal anders. Am 2. August 2005 erfolgte im ersten Bauabschnitt Lichtenhorster Straße der erste Spatenstich. Nur 18 Bauwillige gab es damals. Zehn Jahre dauerte es, bis die letzten der 30 Grundstücke verkauft waren. „Wir hatten sie wie Sauerbier angeboten“, sagt Bauamtsleiter Kai Ohlendorf. Käufer seien sogar mit einer Prämie gelockt worden. Der zweite Bauabschnitt mit 35 Grundstücken war hingegen bereits innerhalb von drei Jahren verkauft. Dort wird zurzeit das letzte Haus gebaut. Und nun der dritte Bauabschnitt.

Die Niedersächsischen Landgesellschaft mbH wird die Grundstücke vermarkten. Sie hat einen Kriterienkatalog erstellt, mit dem sie die Grundstücke an die Bauwilligen verkaufen will. Familien werden bevorzugt. Aber ein großer Teil der Interessenten wird leer ausgehen, wenn die Nachfrage so bleibt.

Die Käufer verpflichten sich, innerhalb von fünf Jahren zu bauen. Ansonsten kauft die Gemeinde das Grundstück zurück – ohne Wertsteigerung, betont Bürgermeister Friedrich Leseberg. Richtig so, angesichts der hohen Nachfrage. Steimbke hat schon einen vierten Bauabschnitt im Blick. Diesmal sogar mit rund 40 Bauplätzen.

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Erstellt:
24. August 2021, 06:45 Uhr
Lesedauer:
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