Das Testzentrum im Eingang zum Nienburger Stadion wird gut angenommen. Foto: Schwake

Das Testzentrum im Eingang zum Nienburger Stadion wird gut angenommen. Foto: Schwake

Nienburg 21.08.2021 Von Sebastian Schwake

Meinung des Tages: Herausforderung im Testzentrum

Im Corona-Testzentrum der Stadt im Eingang zum Nienburger Stadion und vor dem Umzug im Wesavi sind bislang 6.000 Tests gemacht worden. 10.000 Tests hat die Stadt gekauft – und damit schon früh Weitsicht bewiesen.

Das Testzentrum wird gut angenommen. Auch deswegen und weil die Fallzahlen wieder steigen, hat sich die Stadtverwaltung dazu entschlossen, das Testzentrum über den Herbst und Winter hinweg bis zunächst März weiter zu betreiben – das ist eine gute Entscheidung, weil sie vielen auch ein Stück weit Sicherheit bringt. Alle Menschen haben aktuell einen Anspruch auf einen kostenfreien Coronatest pro Woche, das aber wird sich ab dem 11. Oktober ändern: Dann müssen Menschen, die sich nicht impfen lassen wollen, aus welchen Gründen auch immer sie das bislang nicht getan haben und auch künftig nicht tun wollen, für Tests bezahlen – das wird auch im Nienburger Corona-Testzentrum so sein.

Schon jetzt komme es zu Nachfragen nach diesen kostenpflichtigen Tests und deren Preis. Die Kosten dafür stehen laut Jan Wendorf von der Stadtverwaltung noch nicht fest. Die Stadt kalkuliere derzeit noch. Fest steht, dass Nicht-Geimpfte zahlen müssen. Das wird sicherlich im Testzentrum am Stadioneingang zu Diskussionen zwischen Personal und zu Testenden führen. Die Stadt bereitet ihr dort eingesetztes Personal auf solche Fälle vor. Das macht die Stadt richtig, weil es Kritik daran sicherlich geben wird.

Bleibt zu hoffen, dass größere Diskussionen aus- und die Mitarbeiter von persönlichen Verbalangriffen verschont bleiben – denn: Sie sind es nicht, die die kostenpflichtigen Tests beschlossen haben. Sie sind es aber, die an der Basis den Bürgern das Geld dafür abknöpfen sollen. Und wenn es den Menschen ans eigene Portemonnaie geht, schlägt bei einigen von ihnen die Stimmung auch schnell mal um.

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Erstellt:
21. August 2021, 07:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 1min 55sec

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