Die Gemeinde Warmsen ist bestrebt, Anbieter von Lebensmitteln in den früheren Supermarkt in der Ortsmitte zu bringen. Foto: Graue

Die Gemeinde Warmsen ist bestrebt, Anbieter von Lebensmitteln in den früheren Supermarkt in der Ortsmitte zu bringen. Foto: Graue

Warmsen 13.10.2021 Von Jörn Graue

Meinung des Tages: Jeder Einzelne entscheidet mit

Die Ansiedlung von Nahversorgung in einstigem Warmser Supermarkt ist positiv

Die Nahversorgung mit Lebensmitteln und der ländliche Raum: Das ist seit Jahrzehnten eine wechselvolle Beziehung.

Vorbei sind die Zeiten, in denen es in den Dörfern kleine Lebensmittelläden gab. Manches kostete wohl zu Zeiten der Deutschen Mark den einen oder anderen Groschen mehr und die Auswahl war überschaubar. Die charmanten Vorteile: Die Wege waren kurz, das Notwendige war zügig zu bekommen und den neuesten Schnack gab es über die Ladentheke gratis dazu.

Die Versuche für die Nachnutzung des Marktes sind positiv

Mal eben etwas (oder auch etwas mehr) einkaufen und sich dabei mit anderen Menschen austauschen: An solchen Bedürfnissen hat sich im Grunde bis heute nichts geändert. Es ist gut, dass die Gemeinde Warmsen aktiv versucht, eine Nachnutzung für den seit Anfang des Jahres leer stehenden Supermarkt im Ortskern hinzubekommen. Positiv ist auch, dass aktuell zwei Geschäftsinhaber bereit sind, eine Teilfläche anzumieten und dort ihre Waren zu verkaufen. Mögen schon bald Mietverträge unterzeichnet werden.

Es bleibt zu hoffen, dass der Bäckereibetrieb in absehbarer Zeit motivierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für eine Verkaufstätigkeit findet und diese längerfristig dabei bleiben. Als mindestens ebenso wichtig dürfte sich aber auch das Einkaufsverhalten des Einzelnen erweisen.

Vielfalt von Läden hält den Ort attraktiv

Hier ist es wichtig, ehrlich zu sich selbst zu sein und von eingespielten Gewohnheiten abzurücken: Damit neue Anbieter wie in diesem Fall in Warmsen eine echte Chance haben, brauchen sie verlässliche Kunden. Von denen kann freilich jeder für sich selbst entscheiden, wo er einkauft.

Gehe ich bewusst in eine kleine Filiale und sorge damit dafür, dass der Ort möglichst lebendig und attraktiv bleibt? Oder besorge ich möglichst viel in einem der großen Einkaufsmärkte? Ich jedenfalls würde mich freuen, in absehbarer Zeit in der Warmser Ortsmitte einen Kaffee trinken zu können.

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Erstellt:
13. Oktober 2021, 07:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 1min 56sec

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