Ohne Rückgriffe in die Geschichte ist die Gegenwart nicht zu verstehen: Das abfotografierte Bild zeigt Schülerinnen und Schüler aus der einstigen Volksschule in Langern im Jahr 1934. Foto: Graue

Ohne Rückgriffe in die Geschichte ist die Gegenwart nicht zu verstehen: Das abfotografierte Bild zeigt Schülerinnen und Schüler aus der einstigen Volksschule in Langern im Jahr 1934. Foto: Graue

Landkreis 07.08.2021 Von Jörn Graue

Meinung des Tages: Kleine Feste sind oft die schönsten

800 Jahre Diethe-Langern: Ein abgespeckter Rahmen tut der Feier keinen Abbruch

Klasse statt Masse: Dieses Motto dürfte auch für die Feierlichkeiten zum 800-jährigen Bestehen der Ortschaften Diethe und Langern in der Gemeinde Stolzenau am morgigen Sonntag gelten. Ohnehin sind Angebote mit einer überschaubaren Teilnehmerzahl oftmals intensiver als solche mit gigantischem Publikumsauflauf.

Keine Frage: Der Dörpsverein Diethe-Bülten-Langern-Strahle hätte das herausragende Jubiläum gerne größer aufgezogen. Wie bei so vielen Festivitäten in den vergangenen eineinhalb Jahren machte auch hier die Pandemie einen dicken Strich durch die Rechnung.

Eine gut funktionierende Dorfgemeinschaft

Nun gilt es, aus der momentanen Situation das Beste zu machen. Und ich bin mir sehr sicher, dass dies sowohl bei den letzten Vorbereitungen heute als auch bei dem für morgen angesetzten Ehrentag gut klappen wird. Was mich so zuversichtlich stimmt, ist die gut funktionierende Dorfgemeinschaft in den genannten Ortslagen. Man kennt sich, man hilft einander, kurz: Man ist füreinander da. In Zeiten, in denen nicht selten ein überbordender Egoismus des Einzelnen beklagt wird, macht dies sehr hoffnungsfroh.

Auch der Blick zurück ist wichtig

Zu Recht können die Einwohner stolz sein auf die 800-jährige Geschichte von Diethe und Langern in unmittelbarer Nähe zur Weser. Der Blick zurück, sofern er nicht von bloßer Nostalgie und einem „Früher war alles besser“ geprägt ist, liefert immer auch Anknüpfungspunkte für die Gegenwart. Diese ist ohne den Rückgriff auf frühere Epochen der Orte nicht oder nur unvollständig zu verstehen.

Begegnungen sind wohltuend

Es ist also gut, wenn jüngere und ältere Einwohner sich am morgigen Sonntag auch ein wenig über Ortsgeschichte austauschen. Darüber hinaus sind Begegnungen, auch mit Abstand, in der Regel wohltuend. Gerade diese persönliche Komponente zusammen mit einem ordentlichen Klönschnack ist es, die das Leben auf dem Dorf einzigartig macht.

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Erstellt:
7. August 2021, 07:05 Uhr
Lesedauer:
ca. 1min 53sec

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