Unbekannte haben einen der Zwerge aus dem Märchen „Schneewirrchen“ mit einer Steinplatte demoliert. Foto: Schröter

Unbekannte haben einen der Zwerge aus dem Märchen „Schneewirrchen“ mit einer Steinplatte demoliert. Foto: Schröter

Landkreis 05.08.2021 Von Jörn Graue

Meinung des Tages: Lasst euch nicht entmutigen!

Steyerberger Heimatverein ist entsetzt über jüngste Vandalismus-Vorfälle

Die Märchenfiguren sind seit Jahrzehnten fester Bestandteil des Steyerberger Pfarrbuschs. Dass unbekannte Vandalen diese immer wieder beschädigen oder zerstören, wie auch jetzt wieder geschehen, macht sprachlos.

Dinge, die einem selbst nicht gehören und die anderen eine Menge bedeuten, einfach mit bloßer Kraft kaputtzumachen, ist zugleich ein Ausdruck von immenser Respektlosigkeit gegenüber den Leistungen von anderen.

Im Heimatverein Steyerberg tragen engagierte Frauen und Männer auf vielfältige Weise dazu bei, den Ortsteil lebenswert zu erhalten und unverwechselbar zu machen. Dazu gehört eben auch die Pflege der Märchenfiguren. Diese erfolgt – wie im Übrigen die anderen Aktivitäten und Angebote auch – ehrenamtlich.

Zerstörungen wirken wie ein Schlag ins Gesicht der Ehrenamtlichen

Das Engagement verdient Anerkennung. Dass Märchenfiguren zerstört, Holzlatten von einem Aussichtsturm herausgebrochen oder zuweilen auch Schaukästen demoliert werden, wirkt insbesondere für die Vereinsmitglieder jedes Mal wie ein Schlag ins Gesicht. Solche Taten sind keine bloßen Streiche, sondern handfeste Straftaten unter dem Oberbegriff Sachbeschädigung. Vielleicht trägt die Belohnung von 1000 Euro dazu bei, den oder wohl eher die Täter zu finden.

Leidtragende insbesondere bei der blinden Zerstörungswut an den Märchenfiguren sind Kinder. Gerade für die Jüngsten und deren Eltern oder Großeltern ist der Märchenwald ein beliebtes Ausflugsziel. Die unbekannten Vandalen treffen mit ihren Zerstörungen natürlich auch sämtliche Pfarrbusch-Besucher.

Verein hat schon viel bewegt

Es bleibt zu hoffen, dass sich der Heimatverein durch die jüngsten Vorfälle nicht entmutigen lässt und sich weiterhin für den Ort engagiert. Ob die Sanierung der Meyersiek‘schen Mühle vor einigen Jahren oder der Bau des Backhauses: Der Verein hat bereits eine Menge bewegt und an vielen Stellen auf eindrucksvolle Art seine Handschrift hinterlassen. Möge dies auch weiterhin so bleiben.

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Erstellt:
5. August 2021, 07:05 Uhr
Lesedauer:
ca. 1min 52sec

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