Mit Transparenten beziehen Anwohner Position und benennen Fragen zu den aktuellen Planungen. Foto: Graue

Mit Transparenten beziehen Anwohner Position und benennen Fragen zu den aktuellen Planungen. Foto: Graue

Steyerberg 16.06.2021 Von Jörn Graue

Meinung des Tages: Über das Wie sollte man reden

Rund 20 Anwohner, die gegen ein mögliches Baugebiet mobil machen, stehen auf einem Acker nahe der Großen Aue in Steyerberg: Was zunächst wie eine Protestkundgebung wirkt, erweist sich im direkten Gespräch mit einigen der Menschen als Ausdruck von demokratischer Kultur.

Bürgerinnen und Bürger machen sich aktiv Gedanken über die Wohn- und Umweltbedingungen in ihrer unmittelbaren Umgebung. Ferner halten sie Politik und Verwaltung den Spiegel vor und fragen, wie weitere Bauleitplanung im Auetal mit den in den vergangenen Monaten wiederholt vorgetragenen und vom Flecken verfolgten Nachhaltigkeitszielen zu vereinbaren sei. Über einzelne Argumente der Bürger, die sich vorwiegend mit dem Thema Naturschutz befassen, ließe sich, wie so häufig, streiten. So weit die eine Seite.

Auf der anderen Seite versuchen Verwaltung und Politik, für ein attraktives Lebensumfeld zu sorgen. Dazu zählt auch die Entwicklung von Bauflächen. Diese sind mittlerweile sehr rar geworden, und das Interesse an Wohnen auf dem Land ist weiterhin ungebrochen. Dass sich ein externer Projektentwickler, der im Übrigen an ein mehrstufiges und längeres Bauleitverfahren gebunden ist, dabei engagiert, ist völlig legitim.

Wichtig wäre, dass alle Akteure miteinander sprechen, bevor sich erkennbare Fronten weiter in Sachen Baugebiet verhärten. Letztlich möchten alle den Ort auf ihre Weise gestalten und voranbringen. Über das Wie sollte man gemeinsam auf Augenhöhe reden.

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Erstellt:
16. Juni 2021, 07:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 1min 40sec

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