Nicht nur der Mensch, auch der Vogel soll sich im heimischen Garten wohlfühlen. Foto: SimpLine - stock.adobe.com

Nicht nur der Mensch, auch der Vogel soll sich im heimischen Garten wohlfühlen. Foto: SimpLine - stock.adobe.com

Landkreis 17.09.2021 Von Manon Garms

Meinung des Tages: „Wilde Ecken“ im eigenen Garten

Wissen Sie noch, wer der Vogel des Jahres 2021 ist? Im März war die Entscheidung verkündet worden. Gut, das ist jetzt schon einige Monate her, und sicher ist es dem einen oder der anderen nicht mehr geläufig.

Ein kleiner Tipp, mit dem Sie bestimmt sofort drauf kommen: Der Vogel ist mit seiner orangeroten Brust auch für alle diejenigen leicht zu erkennen, die in der Welt der gefiederten Tiere nicht so bewandert sind. Und? Wissen Sie es jetzt? Genau: Es ist das Rotkehlchen.

Seit 1971 wird der Vogel des Jahres gekürt

Schon seit 1971 küren der NABU und der Landesbund für Vogelschutz in Bayern den Vogel des Jahres. 2021 fand die Wahl erstmals öffentlich statt, das heißt jede und jeder konnte mitmachen. Daraus, dass das Rotkehlchen den „Wahlkampf“ gewonnen hat, schließt der NABU, dass es „der wohl mit Abstand beliebteste Vogel der Deutschen“ sei und gibt jetzt Hinweise zur Gartengestaltung. Die soll dabei helfen, den eigenen Garten für das Rotkehlchen einladend herzurichten.

Entwarnung für „Gartenmuffel“

Vorab schon mal eine Entwarnung an alle, die jetzt nicht mehr weiterlesen wollen, weil sie denken, dass jede Menge Gartenarbeit auf sie zukommt: Das Gegenteil ist der Fall. Laut Rüdiger Wohlers vom NABU Niedersachsen dürfen es für das Rotkehlchen „gern auch wilde Ecken und scheinbare Unordnung“ sein. Besonders gut geeignet seien beispielsweise Reisighaufen, locker aufgeschichtet, und gern auch von Stauden oder Wildkräutern umstanden. „Da darf dann auch schon mal die Brennnessel oder die Knoblauchsrauke hochkommen. Denn immer folgen auch Insekten – das Büffet der Rotkehlchen ist dann reichlich gedeckt“, sagt der NABU-Experte.

Keine exotischen Pflanzen

Wenig geholfen sei dem Vogel mit der orangeroten Brust übrigens mit exotischen Pflanzen im eigenen Garten. „Es sollten möglichst nur heimische Bäume, Sträucher und Stauden gepflanzt werden, damit die Rotkehlchen und andere Piepmätze ausreichend Nahrung und Deckung finden“, so Wohlers.

Zum Artikel

Erstellt:
17. September 2021, 09:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 1min 58sec

Artikel empfehlen

Artikel Aktionen


Sie müssen angemeldet sein, um einen Kommentar verfassen zu können.