Die frisch gebackenen Landwirtschaftsmeister. Foto: Landwirtschaftskammer

Die frisch gebackenen Landwirtschaftsmeister. Foto: Landwirtschaftskammer

Nienburg 10.09.2021 Von Die Harke

Meisterbriefe für Landwirte aus dem Kreisgebiet

Kreislandwirt Tobias Göckeritz: „Wir machen das Wichtigste, was man machen kann: Lebensmittel erzeugen“

Zwei Jahre hatten die 23 Frauen und Männer gemeinsam gelernt und gearbeitet, jetzt hielten sie den Lohn der Mühen in Form von großen Urkunden in den Händen. Die Landwirte haben nun ihre Meisterbriefe erhallten.

„Nutzt euer Fachwissen, um euch eine eigene Meinung zu bilden. Und die kann auch vom Mainstream abweichen“, sagte Tobias Göckeritz. Gemeinsam mit seinem Diepholzer Kollegen Wilken Hartje übergab der Nienburger Kreislandwirt jetzt die Meisterbriefe an die neuen Landwirtschaftsmeisterinnen und -meister in der Deula Nienburg.

Darüber freute sich vor allem Carsten Kühlcke, der die Meisterkurse bei der Landwirtschaftskammer Niedersachsen für die Bezirksstelle Nienburg organisiert. Ein bunter Haufen von Menschen aus sechs Landkreisen sei es gewesen, der sich für den zweijährigen Meisterkurs entschieden hätte.

„Wir hatten immer ein vertrauensvolles Miteinander und eine gute Zusammenarbeit“, sagte Kühlcke und war sich gewiss, dass eine besondere Meistergeneration in den Startlöchern stehe: „Sie brennen für ihren Beruf und gehen dafür auch ein unternehmerisches Risiko ein. Aber sie brauchen verlässliche Rahmenbedingungen.“

Wir haben eine politische Situation, die für uns alle außerordentlich schwierig ist.

Tobias Göckeritz, Kreislandwirt

Dem schloss sich auch Tobias Göckeritz an: „Wir haben eine politische Situation, die für uns alle außerordentlich schwierig ist“, sagte der Kreislandwirt des Landkreises Nienburg. Die neuen Meisterinnen und Meister sollten sich bewusst machen: „Das Bildungsgefälle zwischen euch und denen, die über euch reden, ist enorm.“ Die frisch gebackenen Landwirtschaftsmeisterinnen und -meister hätten trotz aller Herausforderungen nicht nur den schönsten, sondern auch einen besonders ehrenvollen Beruf. „Wir machen das Wichtigste, was man machen kann: Lebensmittel erzeugen“, sagte Göckeritz.

Wilken Hartje, Kreislandwirt im Landkreis Diepholz, pflichtete Göckeritz bei: „Der Wind ist rau geworden, wir haben stürmische See.“ Wohin die Reise gehe, könne man heute nicht mehr verbindlich sagen. Umso wichtiger sei eines: „Dass man auf sein Bauchgefühl hört.“ Und dass das durch den Meisterkurs gewonnene Wissen auch in der Familie geschätzt werde: „Es macht Spaß, wenn Kinder und Eltern gemeinsam etwas entwickeln. Da muss man sich als Senior auch mal auf die Lippen beißen.“

Die Jahrgangsbesten Viktoria Möhlenhof aus Möhlenhof, Jan Hecht aus Wechold und Steffen Fastenau aus Rödershöfen erhielten Buchpräsente. Jan Hecht war es auch, der den Prüfern dankte und stellvertretend für seine Meisterkurskolleginnen und -kollegen auf die letzten zwei Jahre zurückblickte. „Am Anfang kannte keiner keinen. Dann sind wir zu allen auf die Betriebe gefahren und haben von jedem etwas für uns mitgenommen“, sagte Jan Hecht.

Die Corona-Pandemie habe die Kursteilnehmenden besonders heraus, weil viele Veranstaltungen online stattfanden. Umso mehr freuten sich alle darüber, dass sie sich zum Abschluss treffen und gemeinsam coronakonform feiern konnten. Denn, so Deula-Direktor Bernd Antelmann: „Eine Meisterbriefübergabe gibt es nur einmal im Leben.“

Sie haben ihre Meisterausbildung erfolgreich abgeschlossen: Jan-Dirk Ahnemann (Hämelhausen), Marc Bohnhorst (Steimbke), Marten Brauer (Uenzen), Hauke Bruns (Ohlendorf), Wilken Buchholz (Bockhop), Hendrik Diekmann (Sonnenborstel), Eike Eichler (Nordel), Steffen Fastenau (Rödershöfen), Ehler Haarberg (Warpe), Jan Hecht (Wechold), Maximilian Hornbostel (Idsingen), Kolja Kauroff (Neustadt), Yannick Kniep (Langwedel), Marten Köhler (Asendorf), Viktoria-Sophie Möhlenhof (Möhlenhof), Niklas Möhring (Warmsen), Timo Runnebaum (Dörpel), Sven Schütte (Ilserheide), Cindy Sonnenfeld (Rotenburg/
Wümme), Jannik Töntges (Uchte), Martin Ulferts (Eilte), Rabea von Hofe (Vierde) und Jakob von Lenthe (Schwarmstedt).

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Erstellt:
10. September 2021, 16:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 2min 40sec

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