Stefan Reckleben

Stefan Reckleben

17.07.2015 Von Stefan Reckleben

Meldung, Krise, Dementi

Von Stefan Reckleben Die Überraschung war am Mittwoch perfekt, und das Berliner Büro des CDU-Bundespolitikers Maik Beermann entsetzt: „Der ganze Urlaub ist flöten“, stöhnte gestern ein konsternierter Büroleiter Benjamin Müller. Gestützt aufs Bundeswirtschaftsministerium hatte die deutsche presseagentur (dpa) am Mittwoch um 19.20 Uhr gemeldet, die Bundesregierung lehne den Vorstoß der Bundesländer auf Vorrang von teuren Erdkabeln ab. Die Einigung im Bundeskanzleramt AnfangJuli beziehe sich auf bayerische Wünsche.

Die Meldung sorgte nicht nur bei den 21 Hamelner Landkreisen für helle Aufregung, die sich zur Kontrolle und zu einer starken politischen Lobby zusammengetan haben, um Tennet, der Bundesnetzagentur und dem Bundesgesetzgeber beim Südlink-Verfahren auf die Finger zu schauen. Auch die Öffentlichkeit reagierte irritiert. Denn das wäre ein bundespolitischer Knaller, der die Glaubwürdgkeit vor allem von Bundeswirtschaftsminister und Vize-Kanzler Sigmar Gabriel (SPD) schwer erschüttert hätte.

Hamelns Landrat und Sprecher der Hamelner Landkreise, Tjark Bartels, vermutete Mittwochabend eine Verwechslung mit der parallelen Debatte über Erdkabel bei Drehstromleitungen. Das Ministerium, so die Hamelner Pressestelle gestern Morgen, „ruderte auch gleich zurück“. Es stellte das Ganze richtig. Beermann ließ trocken wissen, die Haltung der Bundesregierung habe sich nicht verändert. Die Einigungen zur Erhöhung der Akzeptanz des Netzausbaus gelten weiter.

Puh. (Seite 20).

Zum Artikel

Erstellt:
17. Juli 2015, 00:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 1min 38sec

Artikel empfehlen

Artikel Aktionen


Sie müssen angemeldet sein, um einen Kommentar verfassen zu können.