Nienburg 31.10.2018 Von Die Harke

„Mensch gläsern, bewertet und gerankt“

Gesprächsrunde zum Thema „Leben 4.0 – wie es sein wird und wie es werden könnte“

Etwa 70 Zuhörerinnen und Zuhörer kamen ins Naturfreundehaus, um der Gesprächsrunde zum Thema „Leben 4.0 – wie es sein wird und wie es werden könnte“ zu folgen. Als Gesprächspartner waren Tilman Kubahn von der Jungen Union sowie die beiden heimischen Bundestagsabgeordneten Katja Keul (Grüne) und Marja-Liisa Völlers (SPD) erschienen. Moderator Michael Fischer von der ver.di-Bundesverwaltung wies zu Beginn der Veranstaltung auf die steigende Bedeutung der Digitalisierung in der Politik hin. Er verwies dabei insbesondere auf die Enquete-Kommission „Künstliche Intelligenz – Gesellschaftliche Verantwortung und wirtschaftliche Potenziale“.

Was die neue Technologie alles vermag, thematisierte ein Einstiegsdialog über das sogenannte Leben 4.0. „Künstliche Intelligenz wird immer besser in der Lage sein, Menschen Entscheidungen abzunehmen. Das Handeln und Wollen eines Menschen lässt sich durch den Zugriff auf gesammelte Daten nicht nur vorausberechnen, sondern sogar beeinflussen. Der Mensch wird gläsern, bewertet und gerankt. Dabei sollte es eigentlich zu einer deutlichen Arbeitserleichterung kommen. In der Realität steigt jedoch für viele der Zeitdruck und das Leben wird hektischer“, heißt es dazu in einer Pressemitteilung des Veranstalters.

Beim Talk wurde diskutiert, inwiefern sich die neue Technologie überhaupt gestalten lässt. „Auch wenn keine konkreten Grenzen genannt wurden, die politischen Handlungsfelder eher nebulös und daher die Chancen und Risiken schwer abzuwägen sind, so zeigte die Veranstaltung der Naturfreunde und ver.di doch, dass zu der Betrachtung ,Leben 4.0‘ noch viele Fragen zu beantworten sind. Und es damit spannend bleibt, wer die Zukunft hierüber gestaltet“, heißt es abschließend.

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Erstellt:
31. Oktober 2018, 21:00 Uhr
Lesedauer:
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