Arne Hildebrandt DH

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Metallwerkstätten fertig

Kraft gekostet

Die scheinbar unendliche Geschichte hat doch ein gutes Ende genommen: Die neugebauten 1300 Quadratmeter großen Metallwerkstätten der Berufsbildenden Schulen in Nienburg sind endlich in Betrieb.

20 Jahre wurde verhandelt, vier Jahre geplant, bis der Kreis Mitte 2008 entschied, den 3,2 Millionen-Bau als „Public Private Partnership“-Projekt (PPP) zu verwirklichen. Der Kreis beschritt damit Neuland. Erstmals sollte ein Kreisprojekt privat gebaut werden. Der Kreis wollte dadurch 500?000 Euro sparen. Aber es kam anders. Die Baufirma ging 2009 pleite – und die Metallwerkstätten blieben fast fertig ungenutzt stehen.

Am 20. Oktober 2008 war Baubeginn. Eigentlich sollten sie schon im Sommer 2009 eingeweiht werden, doch wegen Baumängeln wurde nichts daraus. Unter anderem wurden die Brandschutzauflagen nicht erfüllt, außerdem waren einige Fußböden uneben. Zu einer Übergabe kam es nicht mehr. Denn im Dezember 2009 meldete der Generalunternehmer Rochlitzer & Rübner GmbH (Markkleeberg) beim Amtsgericht Leipzig Insolvenz an.

Der Landkreis Nienburg, die Bank und der Insolvenzverwalter einigten sich schließlich in einem Vergleichsverfahren. Der Kreis erhielt den Neubau für 2,5 Millionen Euro, musste aber noch 733?000 Euro hineinstecken. Jetzt können die Werkstätten von den 600 Metallbauschülern, Kfz-Lehrlingen und Fachoberschülern genutzt werden. Am 5. Oktober folgt die Einweihung. „Es hat Kraft gekostet”, sagt Torsten Rötschke, Leiter des Fachbereichs Liegenschaften der Kreisverwaltung. „Wir sind froh, dass wir das Projekt hinter uns haben.”

Arne Hildebrandt

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Erstellt:
20. September 2012, 00:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 1min 42sec

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