11.11.2012

„Methode Tatort“: Horst Friedrichs erneut in Heemsen

Es hätte locker auch 11 oder 12 Uhr werden können, als Horst Friedrichs am Mittwochabend aus seinem im Sommer erschienenen Weser-Krimi „Opferwissen“ vorlas. Entsprechend kurzweilig war der Abend für die rund 50 Interessierten, die den Weg in die Mensa des Schulzentrums Heemsen gefunden hatten, um den Autor aus der Nachbar-Samtgemeinde Hoya einmal live zu erleben, Passagen aus seinem jüngsten Werk vorgelesen zu bekommen und sich sein gut 300 Seiten umfassendes Taschenbuch von ihm signieren zu lassen. Für die Organisatoren der Veranstaltungsreihe „Literatur in der Mensa“ – der Bücherei der Samtgemeinde und dem Sportverein Heemsen – war es bereits das zweite Mal, dass sie Horst und Helen Friedrichs begrüßen konnten. Im Frühjahr war der ehemalige Journalist eigentlich in seiner Funktion als langjähriger Jerry Cotton-Autor nach Heemsen gekommen. Dass sein Regionalkrimi mit Schauplätzen in Nienburg, Hoya und Estorf seinerzeit kurz vor der Fertigstellung stand, erfuhren die damals Anwesenden eher zufällig. Und dass Friedrichs damals nicht gehen durfte, ohne zu versprechen, im Rahmen einer Autorenlesung noch einmal wiederzukommen, verstand sich für alle Beteiligten von selbst. Dieses Versprechen war jetzt eingelöst worden. Der Autor las drei, vier Passagen, verriet, dass sein Krimi „Opferwissen“ nach der „Methode Tatort“ – erst die Leiche, dann die Auflösung – konzipiert sei, berichtete, dass er die Bitte, anlässlich des Jubiläums „850 Jahre Kloster Loccum“ einen weiteren Regionalkrimi zu schreiben, aus Zeitgründen abschlagen musste und verhehlte nicht, dass sein Herz nach wie vor für Jerry Cotton schlägt. Und auch dieses Mal gingen Horst und Helen Friedrichs nicht, ohne zu versprechen, weiter mit Heemsen in Kontakt zu bleiben.

Foto: Hagebölling

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Erstellt:
11. November 2012, 00:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 1min 52sec

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