Dank Landeskirche und Kirchenkreis kann Julia Gehrmann auch künftig nicht nur Zugewanderte aus Syrien und Eritrea betreuen. Hagebölling

Dank Landeskirche und Kirchenkreis kann Julia Gehrmann auch künftig nicht nur Zugewanderte aus Syrien und Eritrea betreuen. Hagebölling

Nienburg 28.09.2019 Von Edda Hagebölling

Migrationsberatung geht weiter. Für alle

Dank Landeskirche und Kirchenkreis kann Julia Gehrmann auch künftig nicht nur Zugewanderte aus Syrien und Eritrea betreuen

Die Migrationsberatung beim Diakonischen Werk des Kirchenkreises Nienburg ist nicht neu. Seit zwei Jahren steht Julia Gehrmann in ihrem Büro in der Wilhelmstraße 14 in Nienburg erwachsenen Zugewanderten ab 27 Jahren aus Somalia, Eritrea, Iran, Irak und Syrien zur Verfügung. Finanziert wird ihre Tätigkeit vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF). Als sich jedoch abzeichnete, dass das BAMF den Kreis der Berechtigten auf Geflüchtete aus Eritrea und Syrien reduzieren würde, war für die Kirche klar, dass eine Lösung gefunden werden musste. Mit Erfolg.

Dank der fianziellen Förderung von Landeskirche und Kirchenkreis Nienburg kann Julia Gehrmann im Rahmen der Flüchtlingssozialarbeit künftig auch weiterhin Geflüchteten zur Seite stehen, die nicht aus Eritrea und Syrien stammen.

Zu erreichen ist die Sozialpädagogin entweder direkt in der offenen Sprechstunde am Montag von 9 bis 11 Uhr oder nach Voranmeldung unter Telefon 05021/97 96 54 oder per Email unter julia.gehrmann@evlka.de

Die Anliegen, mit denen die Zugewanderten zu der Mitarbeiterin des Diakonischen Werks kommen, sind vielfältig. Ein großes Problem ist der Aufenthaltstitel und damit die Angst, abgeschoben zu werden. Die Schreiben von den Behörden – die ja eigentlich in einfacher Sprache verfasst werden sollen – werden in der Regel nicht verstanden. Sie zu deuten und auch ihren Klienten verständlich zu machen, nimmt einen breiten Raum ein in der Arbeit von Julia Gehrmann.

Ein weiteres großes Thema ist das Dublin-Abkommen. Also die Regelung, dass der Geflüchtete dorthin zurück muss, wo er zum ersten Mal europäischen Boden betreten und in der Not auch seinen Asylantrag gestellt hat.

Sorgen bereiten den Geflüchteten außerdem der Familiennachzug und damit einhergehend die Beschaffung der Reisekosten, das Zurechtfinden im Gesundheitswesen, der aktuelle Stand ihres Asylverfahrens, die Wohnungssuche, das Warten auf einen Platz in einem Sprachkurs oder die Hürden, die bei der Suche nach einem Arbeitsplatz überwunden werden müssen. Für all diese Fragen ist Julia Gehrmann die erste Anlaufstelle.

Auch dank des kreisweiten Beratungsstellen-Netzwerks „NEBEL“ und der nach wie vor aktiven Flüchtlingsinitiativen und einzelnen Ehrenamtlichen in Stadt und Kreis kann sie eigentlich immer weiterhelfen.

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Erstellt:
28. September 2019, 19:16 Uhr
Lesedauer:
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