Die Seminarteilnehmer im Feuerwehrhaus Stolzenau, einem der beiden Orte. Foto: Meyer

Die Seminarteilnehmer im Feuerwehrhaus Stolzenau, einem der beiden Orte. Foto: Meyer

Landkreis 01.02.2020 Von Die Harke

Mit Rhetorik und pädagogischer Kompetenz

Über 100 Jugendwarte und Betreuer ließen sich bei Schulung der Kreisjugendfeuerwehr Voraussetzungen erklären

Auf Einladung der Kreisjugendfeuerwehr Nienburg haben sich jetzt in den Feuerwehrhäusern Nienburg und Stolzenau insgesamt über 100 Jugendfeuerwehrwarte und Betreuer getroffen, um sich schulen zu lassen.

Was in der Vergangenheit noch als reine Schiedsrichterschulung stattfand, wurde in den letzten Jahren durch die Kreisjugendfeuerwehrleitung zum Jugendfeuerwehrwarteseminar umgewandelt.

Zwar sind die aktuellen Bestimmungen zu den einzelnen Wettbewerben innerhalb eines Jugendfeuerwehrjahres noch immer Bestandteil dieser Veranstaltungen; der Schwerpunkt liegt jedoch nun stets in einem ausgewählten Thema, zu dem nach Möglichkeit ein externer Referent gewonnen werden soll.

In diesem Jahr war das Lennart Kutzner, der als hauptamtlicher erster Bildungsreferent für die Niedersächsische Jugendfeuerwehr (NJF) tätig ist. Er ging zunächst auf die Voraussetzungen ein, die Verantwortliche für die Arbeit in Jugendfeuerwehrwehren erfüllen müssen. Das sei einmal das feuerwehrtechnische Wissen. Da erfolgt die Ausbildung entsprechend der länderspezifischen Regelungen.

Außerdem erfordere die Arbeit organisatorische Fähigkeiten, um die Übungs- und Gruppenabende vorbereiten zu können. Dabei spiele insbesondere rhetorische Kompetenz eine große Rolle. Sie sei ein wichtiges Instrument des Durchsetzungsvermögens. Zudem bedürfe es pädagogischen Geschicks im Umgang mit den Jugendlichen.

Nur so sei es möglich, adäquat auf die Interessen und Bedürfnisse der Jugendlichen einzugehen. Neben Feuerwehrtechnik, Abenteuer und Action spielten in den Jugendfeuerwehren aber auch Freundschaft, Gleichberechtigung und Akzeptanz, Mit- und Selbstbestimmung sowie Vertrauen und Verständnis eine wichtige Rolle.

Die meisten Betreuenden kämen in der Regel nach Ende der eigenen Jugendfeuerwehrzeit aus den eigenen Reihen und hätten so das grundsätzliche Werkzeug in die „Feuerwehrwiege“ gelegt bekommen.

Darüberhinaus böte die NJF mit ihrem umfangreichen Aus- und Fortbildungsprogramm Jahr für Jahr die Möglichkeit, sich in unterschiedlichsten Bereichen weiterzubilden, um die Attraktivität der eigenen Jugendarbeit stetig zu steigern.

In diesem Zusammenhang stellte Kutzner abschließend das NJF-Bildungsportal sowie den Weg zur Jugendgruppenleitercard (JuLeiCa) vor.

Nach einer kurzen Pause berichtet Karsten Harms als Fachbereichsleiter Wettbewerbe von der Schiedsrichterschulung der Bezirksjugendfeuerwehr. Abgesehen davon, dass in diesem und im nächsten Jahr das offene Gewässer wieder die Wasserentnahmestelle beim Bundeswettbewerb ist, gab es keine wesentlichen Änderungen.

Letztlich gingen Kreisjugendfeuerwehrwart Mario Hotze und dessen Stellvertreter Tristan Müller auf aktuelle Themen der Kreisjugendfeuerwehr ein. So suche der Bereich Schriftwesen potenzielle Nachfolger, um diese vorab in den Aufgabenbereich einarbeiten zu können. Außerdem würde sich der Fachbereich Öffentlichkeitsarbeit über Verstärkung im Zeltlager zur Fertigung der Lagerzeitung freuen.

Interessierte sollten sich möglichst direkt bei Frank Mahlmann und Boris Meyer oder zentral per E-Mail an
info@kjf-nienburg.de melden.

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Erstellt:
1. Februar 2020, 19:43 Uhr
Lesedauer:
ca. 2min 15sec

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