Der langjährige Küster der St.-Michaelis-Kirche in Heemsen, Friedrich Burdorf, hat seinen Dienst beendet und ist im Alter von 88 Jahren in den wohlverdienten Ruhestand eingetreten. Foto: Kirchengemeinde Heemsen

Der langjährige Küster der St.-Michaelis-Kirche in Heemsen, Friedrich Burdorf, hat seinen Dienst beendet und ist im Alter von 88 Jahren in den wohlverdienten Ruhestand eingetreten. Foto: Kirchengemeinde Heemsen

Heemsen 09.02.2021 Von Die Harke

Mit 88 Jahren im Ruhestand

In der Kirchengemeinde Heemsen endet die Ära von Küster Friedrich Burdorf

Der langjährige Küster der St.-Michaelis-Kirche in Heemsen, Friedrich Burdorf, hat seinen Dienst beendet und ist im Alter von 88 Jahren in den wohlverdienten Ruhestand eingetreten, teilt Pastor Dietmar Hallwaß mit.

Dass der Küster der Heemser Kirche nicht mehr aus dem Hause Burdorfs kommt, sei für alle Gemeindeglieder eine neue Erfahrung. Denn sowohl Friedrich Burdorfs Eltern als auch dessen Großeltern lebten schon im Haus direkt neben der Kirche und hatten das Küsteramt inne.

Schon als Kind sei Friedrich Burdorf in der Kirche ein und aus gegangen und habe seinen Eltern bei der Arbeit geholfen. Später übernahm offiziell seine Frau Henny Burdorf das Küsteramt der Kirche, die nach St. Martin in Nienburg die größte im Kirchenkreis ist. Nachdem es Henny Burdorf gesundheitlich nicht mehr gut ging, übernahm Friedrich Burdorf dann offiziell das Küsteramt, das von klein auf zu seinem Leben gehörte.

Das Ehepaar Burdorf hat sich um die Kirchengemeinde sehr verdient gemacht und der Kirchenvorstand ist ihnen sehr dankbar.

Pastor Dietmar Hallwaß

„Das Ehepaar Burdorf hat sich gemeinsam rund 50 Jahre um alles in und um die Kirche gekümmert. So mancher Blumenstrauß aus dem eigenen Garten wurde gepflückt und für die Gottesdienste in die Kirche gestellt, viele Stunden wurden beim Reinigen in der Kirche verbracht und häufig sah man Friedrich Burdorf die Wege rund um die Kirche säubern“, schreibt Pastor Hallwaß weiter.

Die Tätigkeit des Küsters habe sich in den Jahren deutlich geändert: Früher mussten beispielsweise die Glocken noch mit der Hand geläutet und die Gewichte am Uhrwerk einmal in der Woche wieder hinaufgezogen werden. Das geschehe inzwischen automatisch.

Während ihrer Küsterzeit wurde die Kirche mehrmals saniert oder renoviert. Auch diese Maßnahmen seien von Burdorfs begleitet worden: „Sie schlossen den Bauleuten die Kirche auf, schauten nach dem Rechten und waren immer für alle Belange rund um die Kirche ansprechbar.“

In der langen Zeit als Küster haben Henni und Friedrich Burdorf Pastorinnen und Pastoren, mit denen sie bis heute freundschaftlich verbunden sind, kommen und gehen sehen. „Sie selber haben treu den Küsterdienst wahrgenommen und waren über all die Zeit die Konstante im Kirchspiel Heemsen und auch später in der fusionierten Kirchengemeinde Drakenburg-Heemsen“, heißt es weiter.

Mit Ablauf des Jahres 2020 hat Friedrich Burdorf nun seinen Dienst offiziell beendet. Seine letzte Aufgabe war es, seine Nachfolgerin Karin Tote einzuarbeiten, die seit Längerem schon Küsterin der Drakenburger Kirche ist und nun noch die größere Kirche der Kirchengemeinde übernommen hat.

„Wegen der Corona-Einschränkungen war eine offizielle Verabschiedung in einem Gottesdienst der Kirchengemeinde bislang nicht möglich. Das möchte der Kirchenvorstand aber gerne nachholen, sobald das wieder in einem würdigen Rahmen geschehen kann. Denn eines ist klar: Das Ehepaar Burdorf hat sich um die Kirchengemeinde sehr verdient gemacht und der Kirchenvorstand ist ihnen für ihr treues und unermüdliches Wirken sehr dankbar“, schreibt Pastor Hallwaß abschließend.

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Erstellt:
9. Februar 2021, 18:16 Uhr
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