Arne Hildebrandt DH

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Landkreis 02.08.2019 Von Arne Hildebrandt

Mit Kinderstimme durch Nienburg

Guten Tag

„Vahlandstraße“, sagt eine niedliche Kinderstimme. Auf den neuen Buslinien 5 und 6 der Stadtbusgesellschaft Nienburg werden die Haltestellen nicht von professionellen Sprechern angekündigt, sondern von Kindern der Kindertagesstätte St. Martin. Das klingt frisch und nett, auch wenn man als Ortsunkundiger einige Haltestellen nicht so gut verstehen kann. Aber dafür leuchtet ja im Bus auch die elektronische Haltestellenanzeige.

Dass die Kinder deutlich sprechen, war Voraussetzung, erklärt Stadtbus-Geschäftsführerin Iris Köhler. Sie kam über einen Radiospot, in dem Kinder für den Stadtbus werben, auf die Idee, auch die Haltestellen von Kindern ansagen zu lassen. Und so saßen sieben Kinder zur Aufnahme rund zwei Stunden in einem Tonstudio, Einige Straßen haben es wirklich in sich. Damaschkestraße zum Beispiel.

Seit gestern fahren in Nienburg die neuen Stadtbuslinien 5 und 6 zum Schäferhof und zur Holtorfer Sporthalle. 18 Jahre dauerte es, bis das Liniennetz erweitert wurde. Die Linien gab es zwar schon, wurden aber nicht von Bussen der Stadtbusgesellschaft bedient. Außerdem fuhren sie selten und hielten nicht am City-Treff. Jetzt fahren Linie 5 und 6 im Ein-Stunden-Takt. Nienburg ist nun noch besser ans Busnetz angeschlossen. Auch ist die Agentur für Arbeit nun mit dem Stadtbus direkt zu erreichen.

Der Stadtbus ist eine Erfolgsgeschichte. Vor 18 Jahren gestartet mit 500.000 Fahrgästen im Jahr stieg die Zahl der Fahrgäste auf jetzt 1,78 Millionen im Jahr. Dass eine Kleinstadt mit rund 3.300 Einwohnern sechs Buslinien hat, von denen vier sogar im Halbstundentakt fahren, ist vorbildlich. Fahrten am Abend und am Sonntag sind aber weiterhin wünschenswert. Vielleicht lässt sich das auch noch machen.

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Erstellt:
2. August 2019, 09:16 Uhr
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