Claus-Dieter Kauert (Hameln-Pyrmont), Claudia Oelsner (Nienburg), Andreas Woitke (Schaumburg) und Benjamin Peters (Holzminden, von links) mit den Plakaten „Feiern ohne Eltern“. Landkreis Nienburg

Claus-Dieter Kauert (Hameln-Pyrmont), Claudia Oelsner (Nienburg), Andreas Woitke (Schaumburg) und Benjamin Peters (Holzminden, von links) mit den Plakaten „Feiern ohne Eltern“. Landkreis Nienburg

Landkreis 18.02.2017 Von Die Harke

Mit „Muttizettel“ ohne Eltern feiern

Im Landkreis beginnen die Zeltfeste: Was Jugendliche, junge Erwachsene und Eltern wissen sollten

Mit einer gemeinsamen Plakataktion machen die Jugendschutzbeauftragten der Landkreise Nienburg, Schaumburg, Hameln-Pyrmont und Holzminden auf ein wichtiges Thema aufmerksam: Passend zum Beginn der Zeltfeste im Landkreis geht es um das Thema „Wenn Jugendliche ohne Eltern feiern“. Mit dem so genannten Muttizettel können Eltern vorübergehend die Verantwortung für ihre jugendlichen Kinder auf eine dritte Person übertragen. Diese Möglichkeit ergibt sich aus dem Jugendschutzgesetz und wird in den kommenden Wochen, mit Beginn der Zeltfeste, häufig genutzt. Die Jugendlichen dürfen dann in Begleitung einer Person über 18 Jahre über Mitternacht hinaus auf dem Karnevalszelt, dem Erntefest oder auch der Abiparty mitfeiern.

„Die Übernahme der Verantwortung für eine minderjährige Person im Rahmen einer Erziehungsbeauftragung erfordert von der oder dem Erziehungsbeauftragten allerdings ein hohes Maß an Verantwortungsgefühl und ist sicherlich kein „Kinderspiel“, erläutert Claudia Oelsner vom Fachdienst Jugendarbeit und Sport des Landkreises Nienburg. „Eine gewisse Lebenserfahrung und Autorität ist hierbei ebenfalls hilfreich. Darauf möchten wir mit unserer Plakataktion hinweisen.“

„Diese Regelung trägt schließlich dem veränderten Freizeitverhalten junger Menschen Rechnung“

Die Jugendschutzbeauftragten der vier Landkreise, die sich an dieser Aktion beteiligen, rücken damit ein Thema in den Mittelpunkt, über das häufig Unkenntnis herrscht. Mit der Plakataktion möchten die Jugendschützer auch zu Gesprächen zwischen Eltern und ihren Kindern anregen. Dabei wird der Freiraum, den junge Menschen mit dieser Regelung für den Besuch öffentlicher Veranstaltungen erhalten, von den Initiatoren der Aktion durchaus positiv bewertet. „Diese Regelung trägt schließlich dem veränderten Freizeitverhalten junger Menschen Rechnung“, gibt Claudia Oelsner den Tenor der Jugendschützer wieder. Der Begriff „Muttizettel“ resultiert im übrigen daraus, dass in der Regel häufig Mütter ein solches Dokument unterschreiben.

Das Aktionsplakat wird in den kommenden Wochen in den an der Aktion beteiligten Landkreisen verbreitet und ausgehängt.

Kostenlose Exemplare und weitere Informationen zum Thema „Feiern ohen Eltern“ gibt es beim Fachdienst Jugendarbeit und Sport des Landkreises Nienburg, Peter Karaskiewicz, Weserstraße 13, 31582 Nienburg, Telefon 05021-967758 beziehungsweise E-Mail kjp@kreis-ni.de.

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Erstellt:
18. Februar 2017, 21:00 Uhr
Lesedauer:
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