Ida und Mila testen den „Waldhüpfer“.  „Zauberland“

Ida und Mila testen den „Waldhüpfer“. „Zauberland“

Uchte 02.06.2017 Von Die Harke, Von Heidi Reckleben-Meyer

Mit Proviant und Bollerwagen unters Blätterdach

Mädchen und Jungen aus dem Uchter „Zauberland“ entdecken den Wald / Kinder für achtsamen Umgang mit der Natur sensibilisieren

Im Frühling, wenn die Sonnenstrahlen wärmer werden, erwacht die Natur. Grund genug für die Erzieherinnen und Kinder des [DATENBANK=3035]Kindergartens „Zauberlands“[/DATENBANK] in Uchte, zum „Herrschaftlichen Wald“ aufzubrechen. Mit ausreichend Proviant und vielfältigen Materialien in Rucksäcken und Bollerwagen starteten sie frühmorgens zur Waldexkursion. Auf dem Weg dorthin wurden sie von einer Singdrossel mit ihrem Gesang begrüßt, Weinbergschnecken kreuzten den Weg. Ein selbst gebautes Waldsofa ist Treffpunkt für den gemeinsamen Beginn. Der Waldsong „In einem Baum ihr glaubt es kaum …“ erklang jeden Morgen vor dem Frühstück. Erfahrene Waldkinder erklärten dann die Waldregeln. Im Anschluss hatten die Kinder viel Zeit, den Waldplatz spielend zu erkunden. Dabei standen die Tage der Waldwoche unter verschiedenen Themen. Montag: Die neuen Kletterseile, Hängematten, eine Slackline und eine Hangelbrücke boten viele Bewegungsanreize.

Finanziert wurden diese Anschaffungen durch die Stiftung Gelsenwasser „Von Klein auf“. An dieser Stelle noch einmal ein „Dankeschön“! Dienstag: Schnecken und Insekten finden und in Lupengläsern betrachten, mit Büchern das Wissen vertiefen… Im Vogelspiel konnten die Kinder die mühsame Vogelaufzucht nachspielen. Mittwoch: Entdeckung von großen Waldtieren, wie Fuchs, Eichhörnchen, Dachs, Eichelhäher, Eule, Buntspecht und Hase. Mit Fernrohr durch das Unterholz schleichend wurden die gut getarnten Tierpräparate erspäht. Waldpädagogin Anke Tubbesing erklärte den neugierigen Kindern die Lebensweise dieser Tiere. Donnerstag: kreatives Gestalten mit Naturmaterialien. Aus gesammelten Blüten, Ästen, Zapfen und Blättern entstanden verschiedenste Mandalas und Bilder. Mit diesen umfangreichen Aktivitäten erfüllt der Kindergarten den Bildungsauftrag des Orientierungsplan für Bildung und Erziehung des Niedersächsischen Kultusministeriums: „Bewegung ist das Tor zum Lernen und hat im Zusammenspiel mit der Wahrnehmung eine Schlüsselfunktion für die Entwicklung“, heißt es dort.

Wenn Kinder den Wald mit allen Sinnen erleben dürfen, kann sich ein emotionaler Bezug zum Wald ausbilden. Sie werden sensibilisiert für einen achtsamen Umgang mit der Natur. Denn der Mensch schützt nur, was er schätzt!

Zwischen den zwei Waldwochen waren auch die Väter eingeladen, mit ihren Kindern den Wald zu entdecken. Diese Einladung wurde begeistert und zahlreich angenommen. „Auf dem Waldsofa konnte geklönt und gegessen werden, und auf der Slackline konnten die Kinder ihre Balancierfähigkeiten unter Beweis stellen. Mit Baumschaukel, Hängematte, Waldhüpfer und Kriechleiter standen den Kindern weitere tolle Aktivitäten zur Verfügung. Toll waren auch die natürlichen Klettermöglichkeiten aus Baumwurzeln. Sichtlich stolz haben sie uns gezeigt, was sie alles können. Neben den körperlichen Aktivitäten konnten sie – und die Väter – viel über die Tiere im Wald lernen und Insekten, die im Wald leben und krabbeln, erforschen. Alles in allem war es eine sehr schöne Zeit, die wir gemeinsam im Wald verbracht haben“, unterstrich der Vater von Moritz und Felix am Ende.

„Der Väternachmittag war für uns ein Riesenspaß. Bei bestem Wetter konnte man sich an die eigene Kindergartenzeit erinnern und mit seinem Kind spielen, toben und Entdeckungen machen. Es waren schöne Stunden, an die wir gerne zurückdenken“, ergänzte Emils Papa.

„Das Team vom Zauberland hatte sich mächtig ins Zeug gelegt, sodass alle Kinder und Väter auf ihre Kosten kamen. Danke für diese Erfahrung und den schönen Vormittag. Gerne wieder!“, unterstrich Enricos Vater abschließend.

Kinder und Väter erfahren von Waldpädagogin Anke Tubbesing, wie die Tiere im Wald leben. „Zauberland“

Kinder und Väter erfahren von Waldpädagogin Anke Tubbesing, wie die Tiere im Wald leben. „Zauberland“

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Erstellt:
2. Juni 2017, 21:00 Uhr
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