Mirko Borchers, Ingo Schliep und Ralf Gilster sind froh, das Holtorfer Bad voraussichtlich ab Mitte Mai wieder öffnen zu können. Hagebölling

Mirko Borchers, Ingo Schliep und Ralf Gilster sind froh, das Holtorfer Bad voraussichtlich ab Mitte Mai wieder öffnen zu können. Hagebölling

Holtorf 14.04.2018 Von Edda Hagebölling

Mit Rückhalt von Stadt und Wesavi

Holtorfer Freibad voraussichtlich ab Mitte Mai wieder wie gewohnt geöffnet

Das Holtorfer Freibad öffnet wieder. Wenn das Wetter mitspielt, können es sich Alt und Jung ab Mitte Mai wieder gut gehen lassen auf der rund 25.000 Quadratmeter großen Anlage.

Die Besucherinnen und Besucher werden das Bad wieder so vorfinden, wie sie es kennen: Schwimmerbecken mit 50-Meter-Bahn und Zehn-Meter-Turm, Nichtschwimmerbecken mit Rutsche und Pilz, Planschbecken, Minigolf, Klettergeräten, Beachvolleyball und großzügig bemessener Liegefläche. Nicht mehr da ist die Eisbahn. Sie wurde Anfang des Jahres für rund 26.000 Euro nach Russland verkauft. Geld, das der Förderverein mehr als gut gebrauchen konnte. Nach der desaströsen Saison war die Rücklage von rund 100.000 Euro so gut wie aufgebraucht.

„Im Grunde hat uns das Geld aus dem Verkauf der Eisbahn gerettet“, so Fördervereinsvorsitzender Ralf Gilster am Donnerstag bei einem Vor-Ort-Termin. Verkauft ist auch die Hälfte der Schlittschuhe. Nach Spanien. „Die neueren Exemplare haben wir natürlich behalten. Sie werden beim Adventszauber auf dem Kirchplatz wieder zum Einsatz kommen“, so Gilster weiter.

Noch ein bisschen in den Sternen steht, wie ausgiebig das Jubiläum des Holtorfer Freibades, das in diesem Jahr 50 Jahre alt wird, gefeiert werden kann. Von den Mitgliedern, die sich am Mittwochabend zur Mitgliederversammlung eingefunden hatten, habe sich niemand bereit erklärt, mitzuhelfen, berichtete der Vorsitzende weiter. Allerdings seien die etwa 35 Anwesenden deutlich zuversichtlicher wieder gegangen, als sie gekommen waren, so der Vorstand.

Das liegt sicherlich auch daran, dass jetzt auch die Stadt und die Bädergesellschaft hinter dem Holtorfer bad stehen. Finanziell wie personell. Zu den 50.000 Euro, die Holtorf von der Stadt als Zuschuss zum laufenden Betrieb bekommen hat, stehen in diesem Jahr erstmals weitere 50.000 Euro zur Verfügung, die bei Bedarf abgerufen werden können. Hinzu kommt das Geld für die Studie, die aufzeigen soll, wie es in Holtorf auf Dauer weitergehen kann. Am 20. April kommen Sabine Koscielniak vom Sachgebiet Soziales und Sport, Wesavi-Geschäftsführer Olaf Seemeyer, der Vorstand der Bädergesellschaft und der Förderverein Holtorfer Freibad zum ersten Mal zusammen, um über die Zukunft zu reden.

Zur Debatte stehen die Optionen Sanieren im Bestand, Umbau der beiden Becken zu einem gemeinsamen Multifunktionsbecken oder Naturbad. An Ideen mangelt es nicht. Mit einer Umsetzung sei aber keinesfalls vor 2020 zu rechnen, so Gilster. Vorausgesetzt, alle Beteiligten kommen auf einen Nenner und – nicht ganz unwichtig – der städtische Haushalt gibt es her.

Die Zuversicht von Verein, Bädergesellschaft und Stadt, das Holtorfer Bad bereits in dieser Saison wieder störungsfrei führen zu können, ruht auch auf dem Vorstellungsgespräch, das am Dienstag mit einer Bewerberin aus Wunstorf geführt wird. Deutschlandweit werden 700 sogenannte Fachangestellte für Bäder, gesucht, Nienburg und Holtorf hoffen, dass es danach nur noch 699 sind.

Unterstützung des Fördervereins

Wer den Förderverein zudem als Rettungsschwimmer, Reinigungs-, Kassen- oder Kioskkraft unterstützen oder die Homepage pflegen möchte, ist vielmals eingeladen, sich unter info@freibad-holtorf.de zu melden.

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Erstellt:
14. April 2018, 21:00 Uhr
Lesedauer:
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