Tief graben mit den eigenen Händen: Das ist den meisten Kindern ohnehin vertraut. Foto: Suling

Tief graben mit den eigenen Händen: Das ist den meisten Kindern ohnehin vertraut. Foto: Suling

Leese 09.10.2021 Von Regine Suling

Mit Staub und viel Spaß: Kinder aus Leese ernten Kartoffeln

Gruppe aus dem SpuK-Schloss war zu Gast bei Karin Wrede-Twachtmann

So kommen also die Kartoffeln erst aus der Erde und dann irgendwann auf den Teller. Das können Kinder aus Leese ganz direkt nachvollziehen. Sie durften selbst Hand anlegen und einige der Knollen zur Weiterverarbeitung ernten.

Jetzt könnt ihr wieder buddeln“, lacht Karin Wrede-Twachtmann, nachdem sie mit der Kartoffelgabel die Erde etwas angehoben hat und die ersten Erdäpfel langsam hervorlugen. „Ja, ja, ja“, jubeln die 14 Mädchen und Jungen und stürzen sich wieder aufs Kartoffelfeld. Gemeinsam mit ihren Erzieherinnen verbringen die Vorschulkinder aus der Kindertagesstätte Spuk-Schloss in Leese eine kurzweilige Zeit auf dem Acker.

Mit den Händen buddeln sie die dicken Knollen aus, recken die Hände in die Höhe und legen die Erdäpfel stolz in die bereitstehenden Körbe. Immer weiter wachsen die Knollen-Berge. Sie arbeiten etwas vor. Denn am nächsten Tag kommt der Kartoffelroder und erntet zwischen 50 und 55 Tonnen Kartoffeln pro Hektar.

Kinder aus dem SpuK-Schloss in Leese ernten Kartoffeln. Foto: Suling

Kinder aus dem SpuK-Schloss in Leese ernten Kartoffeln. Foto: Suling

Der engagierte Einsatz der Kinder freut Karin Wrede-Twachtmann, die ihnen Wissenswertes mit auf den Weg gibt. „Das sind Pommes-Kartoffeln. Wenn da etwas Grünes dran ist, dürft ihr das nicht essen“, erläutert die Landwirtin. Sie hat ihnen auch ein Poster mit weiteren Informationen mitgebracht und vom Landvolk Mittelweser gesponserte Bücher, in denen die Kids alles über den Bauernhof erfahren.

„Gestern haben wir schon gemeinsam überlegt, wo Kartoffeln wachsen, was sie dafür brauchen und was man aus ihnen machen kann“, erzählt Erzieherin Mona Meyer. Auch die Geschichte von Knolli und seinen Freunden haben sie gelesen. „Und die alle wollten wir hier finden“, sagt Mona Meyer, während sie gemeinsam mit ihren Kolleginnen Nadina Janus-Leifert und Paula Rose auf dem Kartoffelacker steht und die Kinder immer mehr Kartoffeln ausgraben.

„Wir sind auch fleißig. Da vorne ist unser Haufen“, sagen ein paar Kinder. Aus einem Teil der selbst ausgebuddelten Kartoffeln wollen sie im Kindergarten Pommes zaubern.

Dann geht die Ernte weiter: Mitten auf dem Feld hatte Karin Wrede-Twachtmann Kürbis- und Sonnenblumen-Samen in die Erde gedrückt. Das Ergebnis: viele Speise- und Zierkürbisse in orangenen, gelben und grünen Farben. Jedes Kind darf einen davon mit nach Hause nehmen. Und für den Kindergarten gibt es zwei besonders große, die die vier Kinder mit vereinten Kräften übers Kartoffelfeld rollen. „Hau ruck“, rufen sie und schieben den Kürbis mit Schwung über die nächste Ackerfurche. Außerdem gibt Karin Wrede-Twachtmann ihnen Möhren und Speisekartoffeln von einem anderen Feld mit auf den Weg. „Daraus könnt ihr Kartoffelpuffer machen“, sagt die Landwirtin.

Mit Sonnenblumen in der Hand und Kartoffeln und Möhren im Bollerwagen marschieren die Vorschulkinder wieder zurück zum Kindergarten – und wissen jetzt ganz genau, dass die Kartoffelernte eine spaßige und zugleich staubige Angelegenheit ist.

Zum Artikel

Erstellt:
9. Oktober 2021, 17:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 2min 23sec

Artikel empfehlen

Artikel Aktionen


Sie müssen angemeldet sein, um einen Kommentar verfassen zu können.