Nienburgs IGS bietet im kommenden Schuljahr erstmals ein Freiwilliges Ökologisches Jahr an. IGS Nienburg

Nienburgs IGS bietet im kommenden Schuljahr erstmals ein Freiwilliges Ökologisches Jahr an. IGS Nienburg

Nienburg 05.05.2018 Von Die Harke

Mit dem FÖJ selbstständiger werden

Nienburgs IGS bietet im kommenden Schuljahr erstmals ein Freiwilliges Ökologisches Jahr an

Einblicke ins Arbeitsleben gewinnen, eigene Projekte entwickeln und sich selbst ausprobieren: Das Freiwillige Ökologische Jahr (FÖJ) oder das Freiwillige Soziale Jahr (FSJ) eröffnet jungen Menschen Perspektiven und bietet die Möglichkeit zu vielfältigem Engagement.

Neben Taschengeld und Sozialleistungen bietet das freiwillige Jahr die Chance, neue Erfahrungen zu sammeln und selbstständiger zu werden. Die IGS in Nienburg sucht für das kommende Schuljahr 2018/19 noch junge Menschen für das an der Schule erstmals angebotene FÖJ. Wer die Vollzeitschulpflicht erfüllt hat und maximal 25 Jahre alt ist, kann sich für das FÖJ 2018/19 bewerben. Das Auswahlverfahren läuft gerade an.

Informationen zur Bewerbung sind auf der Website der Alfred Toepfer Akademie für Naturschutz zu finden. Das FÖJ ist ein ökologisches Bildungsjahr, das die Möglichkeit bietet, im Umwelt- oder Naturschutz mitzuarbeiten und dieses den Heranwachsenden näherzubringen. Seminare bieten pädagogische und fachliche Orientierung.

Die Integrierte Gesamtschule in Nienburg bietet zwei Stellen an: Das FÖJ ab dem kommenden Schuljahr 2018/19; Bewerbungen dazu sind noch bis zum 31. Maimöglich. Das FSJ Sport ist für das kommende Schuljahr bereits besetzt, interessierte Bewerberinnen und Bewerber können sich aber schon für das Schuljahr 2019/2020 an der Schule direkt bewerben.

Amies Rückblick auf das FSJ Sport

Die IGS Nienburg bietet bereits seit vier Jahren das FSJ Sport an. Die vorherige FSJlerin Amie Hofmann schreibt dazu rückblickend: „Während meines FSJ Sport habe ich gelernt, auf Menschen zuzugehen und Verantwortung zu übernehmen. Ich bin durch das FSJ viel selbstständiger und selbstbewusster geworden und ich habe herausgefunden, wo meine Stärken und Schwächen liegen. Im FSJ konnte ich viele praktische Erfahrungen sammeln. Am besten hat mir gefallen, dass ich von Anfang an darin unterstützt wurde, Ideen einzubringen und eigene Projekte zu planen und auch durchzuführen. Im zweiten Schulhalbjahr konnte ich sogar meine eigene Werkstatt (so heißen die AGs an der IGS) anbieten: Selbstverteidigung für Mädchen – 14 begeisterte Schülerinnen habe ich angeleitet.“

Die 17-jährige Nienburgerin Lea Peckart absolviert gegenwärtig ihr FSJ Sport an der IGS und berichtet: „Hauptsächlich unterstütze ich den Sportunterricht. Mir wird es ermöglicht, eigene Übungsreihen zu erstellen und anzuleiten. Ich erhalte immer Feedback und Verbesserungsvorschläge der Kollegen, sodass meine eigenen Fähigkeiten gestärkt werden. Das Kollegenteam unterstützt mich großartig und ich wurde mit offenen Armen aufgenommen. Bei Veranstaltungen bin ich eingebunden; am Tag der Offenen Tür und am Infoabend für Grundschuleltern habe ich mit einem Stand das FSJ vorgestellt und war Ansprechpartnern für Interessierte aus der Öffentlichkeit.

Neben der Assistenz in der Sprachlernklasse bereitet mir die Betreuung der Werkstätten große Freude. An zwei Nachmittagen gibt es ein Hip-Hop-Angebot in Kooperation mit der Tanzschule Beuss. Als leidenschaftliche Tänzerin macht es mir Spaß, Heranwachsende an den Tanzsport heranzuführen.

Vor den Sommerferien werde ich am Sportfest mitwirken, dazu bereite ich eigenständig ein Fußball-Turnier vor. Meine Entscheidung für das FSJ habe ich ganz bewusst getroffen. Ich verließ die gymnasiale Oberstufe nach Klasse 11, um mir mehr Einblicke in die berufliche Praxis zu verschaffen. Mir ist es wichtig, mit Menschen zu arbeiten und eine Brücke zum Sport zu bauen. Nach der zwölfmonatigen Einsatzzeit wird mir der praktische Teil der Fachhochschulreife anerkannt.

Meine Erwartungen an das FSJ sind weit übertroffen worden. Ich habe viele neue Erfahrungen sammeln dürfen, kann offener auf Menschen und neue Situationen zugehen und bin selbstbewusster geworden. Die Tätigkeit ist sehr vielfältig. Darüber hinaus fand ich den Austausch in den 25 Tagen der Seminararbeit mit anderen FSJlern sehr anregend.

Die „lernfreie“ Zeit hat mir zudem geholfen, mich zu fokussieren. Ich konnte mich gezielt auf Einstellungstests vorbereiten und meinem Traumberuf mit der Zusage der Polizeiakademie Niedersachsen zum 1. Oktober dieses Jahres näher kommen.“

Interessant ist das FÖJ oder das FSJ an Schulen für all jene, die vielleicht einen pädagogischen oder sozialen Beruf ergreifen möchten. Auch für noch Unentschlossene bietet das Jahr eine gute Gelegenheit, sich zu orientieren. Die Inhalte der Seminare und die Mitarbeit in einem professionellen Team vermitteln wertvolle Kompetenzen für die weitere berufliche und persönliche Lebensgestaltung.

Informationen und Rückfragen zum FSJ oder FÖJ gibt es direkt über die IGS Nienburg unter der Adresse www.igsnienburg.de.

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Erstellt:
5. Mai 2018, 21:00 Uhr
Lesedauer:
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