Helge Nußbaum DH

Helge Nußbaum DH

13.02.2016 Von Helge Nußbaum

Mit sportlichen Grüßen

Respekt vor den Verantwortlichen des Fußball-Bundesligisten TSG Hoffenheim! Mit Julian Nagelsmann stellten sie in der vergangenen Woche, nach dem „Knurrer von Kerkrade“ — Huub Stevens –, den jüngsten Cheftrainer aller Zeiten in der Bundesliga ein. Bei seinem gestrigen Debüt im Bremer Weserstadion schrieb der 28-Jährige also Bundesligageschichte. Ob Nagelsmann sich mit dieser Himmelfahrtsmission beim Tabellenvorletzten allerdings einen Gefallen getan hat, wird man erst in ein paar Monaten wissen.

In der hiesigen Fußballszene trauen sich in den vergangenen Jahren des Öfteren Vereine, auf junge Trainer zu setzen, und das meist mit Erfolg. Bestes Beispiel ist Wojtek Pilarski beim Bezirksligisten SG Hoya. Mit 26 Jahren übernahm er die SG nach dem Abstieg in die Kreisliga, drei Jahre später führte er sein Team zurück in den Bezirk, in dem er auch im zweiten Jahr auf dem besten Weg zum Klassenerhalt ist. André Jezek übernahm erstmals mit 23 Jahren für zwei Monate als Interimstrainer den Bezirksligisten Landesberger SV. Seit dem vergangenen Wochenende ist er mit nun 29 Jahren erneut zum LSV-Cheftrainer im Gespann mit Christopher Walton ernannt worden.

Bei meinem Heimatverein Rot-Weiß Estorf-Leeseringen steht seit Ende 2014 Lukas Swiatkowski bereits zum zweiten Mal an der Seitenlinie. Der heute 31-Jährige übernahm die Estorfer erstmals im Jahr 2009 in der 2. Kreisklasse, als 24-Jähriger. Er schaffte den direkten Aufstieg ohne Punktverlust – 24 Spiele, 24 Siege, 138:16 Tore. Auch jetzt stehen die Chancen auf den direkten Wiederaufstieg gut, diesmal allerdings in die Kreisliga.

Junge Trainer als Trend? Eins eint Jezek, Pilarski und Swiatkowski: Sie haben allesamt keinen Trainerschein. Gut, dass Stefan Gilster, Vorsitzender des Ausschusses für Qualifizierung im NFV-Kreis Nienburg, ab dem 13. Juni wieder einen Trainerlehrgang anbietet, der am 29. August mit der Prüfung endet. Laut Gilster haben sich seit der Bekanntgabe in der Harke vor zwei Wochen schon zehn Teilnehmer angemeldet, darunter drei Frauen. Gilster: „Die Plätze sind begehrt. Ich würde mich freuen, wenn sich noch mehr Mädels anmelden würden. Einen reinen Frauenkurs wird es allerdings nicht geben.“ Die Vereine können ihre interessierten Trainer über www.dfbnet.de für den Sommerkurs anmelden. Die Kosten des Lehrgangs betragen 150 Euro. Vorzulegen sind dabei ein polizeiliches Führungszeugnis, ein Erste Hilfe Nachweis und ein aktuelles Passfoto.

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Erstellt:
13. Februar 2016, 21:00 Uhr
Lesedauer:
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