Stefan Schwiersch DH

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Mit sportlichen Grüßen

Das Fußballmuseum des DFB steht kurz vor der Eröffnung. Zurzeit werden rund 1600 Objekte in die multimediale Erlebniswelt in Dortmund integriert, am 25. Oktober öffnet sie. Gerade hinzukommen ist ein Schuh. Nicht irgendein Schuh, sondern der, den Lars Ricken 1997 im Finale der Champions League gegen Juventus Turnin getragen hat und mit dem er direkt nach seiner Einwechslung zum 3:1 traf und seine Borussia damit auf den europäischen Olymp hievte. 18 Jahre ist das schon her. Aber alle Fußballfans, das entsprechende Alter vorausgesetzt, haben diesen frechen Lupfer aus 35 Metern, ausgeführt von einem 17-Jährigen, noch genau vor Augen.

Wenn wir schon mal dabei sind: Es gibt so viele schöne Tore, die ins Museum gehören. Wie das Tor von Günter Netzer, das er 1973 im Pokalfinale nach seiner Selbsteinwechslung erzielte. Oder der fantastische Volleyschuss von Bayerns Arjen Robben im Champions League-Spiel bei Manchester United im April 2010. Die absolute Nummer eins gebührt aber Zlatan Ibrahimovic mit seinem unfassbaren Fallrückzieher im Testspiel der Schweden gegen England. Aus gut 30 Metern Distanz, mit dem Rücken zum Tor. Das war kein Tor, das war Kunst, ein Monument.

Da fällt mir ein: Sollte im Fußballmuseum noch irgendwo ein Eckchen frei sein, möchte ich ein Tor vorschlagen, das mir als junger Bursche Anfang der Neunziger gelungen war. Der Weg zum Tor war noch länger als bei Ibrahimovic, ich schoss quasi von der rechten Außenlinie, erwischte den Keeper auf dem falschen Fuß, der Ball landete im langen Winkel. „Das solle doch ‘ne Flanke werden!“, spotteten meine Mitspieler. So ein Quatsch!

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Erstellt:
22. August 2015, 21:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 1min 50sec

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