Matthias Brosch Die Harke

Matthias Brosch Die Harke

05.10.2014 Von Matthias Brosch

Mit sportlichen Grüßen

„Der TuS Syke zieht die Reißleine“, musste ich in dieser Woche in einer kurzen Meldung über die Abmeldung des letzten verbliebenen Herren-Teams des Traditionsvereins aus dem Nachbarkreis Diepholz lesen. Nach sechs Niederlagen zum Start in die 2. Fußball-Kreisklasse hatte die jetzt zurückgezogene Mannschaft punktlos mit 2:37 Toren am Tabellenende gestanden, das Durchhaltevermögen war gebrochen. Zwar ist grundsätzlich jede Abmeldung eine schlechte Nachricht, aber die Entwicklung in Syke ist schon bedenklich. Ich habe immer noch eine besondere Beziehung zu dem Klub, obwohl ich lange nicht mehr im Waldstadion war. Schließlich verbrachte ich dort meine ersten Herrenjahre und spielte unter den Trainern Rolf Diephaus und Jürgen Arnebold. In der Saison 1993/94 gehörte ich dabei zur „Goldenen Generation“, wie es der „Weser-Kurier“ damals so schön schrieb. Als Vizemeister der Bezirksklasse blieb uns jedoch die Krönung versagt.

Der TuS war früher und auch nach meinem Abschied bekannt dafür, Spieler mit finanziellen Zuwendungen zu sich zu locken. Als ich für ihn auflief, gab es jedoch ein transparentes System, das lediglich Fahrtkosten ersetzte (20 Mark wurden mir in den Spielmonaten überwiesen) und uns nach Auswärtsspielen leckere Currywurst mit Pommes bei Grete Otersen bescherte. Die Mitglieder des damals weiter existenten Förderkreises schmissen maximal eine oder zwei Runden Bier. Dem Teamgeist tat das alles sehr gut.

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Erstellt:
5. Oktober 2014, 00:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 1min 41sec

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