Matthias Brosch Die Harke

Matthias Brosch Die Harke

01.12.2013 Von Matthias Brosch

Mit sportlichen Grüßen

Frank Willging vom TSV Eystrup schoss 1997 in der 3. Fußball-Kreisklasse ein Tor. Der Stürmer machte den Schiedsrichter jedoch umgehend darauf aufmerksam, dass der Ball vor der Hereingabe in den Strafraum bereits im Toraus war, was zur Annullierung des Treffers führte. Ein Jahr später stand Sebastian Gehrke vom TuS Hoya im Hochsprung im Grunde schon als Bezirksmeister fest. Da tauchte verspätet noch ein Kontrahent auf, was nach den Regeln des Leichtathletikverbandes nicht gestattet war. Gerkes 1,64 Meter wurden von diesem überboten, aber der Nordkreisler verzichtete auf einen Einspruch.

2006 sollte Rayan Tegtmeier von der HSG Loccum/Stolzenau einen Strafwurf ausführen. Da der Gästekeeper bei der Freigabe durch den Unparteiischen nicht bereit war, warf der Handballer absichtlich über das Tor, obwohl die Partie auf des Messers Schneide stand.

Das sind drei Beispiele von vorbildlichem Verhalten, die im Kreis Nienburg vor einiger Zeit große Anerkennung fanden und mit dem damals existierenden Fair-Play-Preis ausgezeichnet wurden, der von 1997 bis 2007 stets vor großem Publikum verteilt wurde.

Diese Ehrung gibt es momentan leider nicht mehr, aber dennoch möchte die Harke-Sportredaktion das im Jahr 2013 gezeigte Fair Play in den Vordergrund rücken. Wir sind dabei auf Ihre Unterstützung angewiesen: Melden Sie uns bitte die kleinen und großen Beispiele dafür, in denen sich Sportler vorbildlich verhalten haben. Es reicht eine einfache Mail an sport@dieharke.de oder telefonisch unter (0 50 21) 9 66 – 2 15.

Es müssen keine großen Heldentaten sein – nehmen wir beispielsweise den Fußball-Kreisligisten SV GW Stöckse, der führte vor zwei Wochen mit 4:2 beim FC Nienburg und befand sich nach einem Platzverweis und zwei Ampelkarten für den Gegner in dreifacher Überzahl. Da verletzte sich der FCer Martin Hopstock und musste raus, einen Auswechselspieler gab es nicht mehr. Deshalb nahmen die Stöckser für die verbleibenden 20 Minuten freiwillig ebenfalls mit Jörn Kühlcke vom Feld.

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Erstellt:
1. Dezember 2013, 00:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 1min 59sec

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