Stefan Schwiersch DH

Stefan Schwiersch DH

Mit sportlichen Grüßen

Benjamin Gleue hat sich vor einer Woche an dieser Stelle verabschiedet: Seine Ausbildung endet am morgigen Montag (er hatte aber noch ein paar Tage Resturlaub), künftig kümmert er sich als freier Journalist um die Sportszene in und um Hannover, wir wünschen ihm alles Gute. Demnächst kommt also ein neuer Volontär, so nennt sich der Azubi in unserer Branche. Gespräche laufen, sobald die Entscheidung gefallen ist, werden wir Ihnen den jungen Mann vorstellen.

Dann beginnt der Zyklus erneut: zwei Jahre Ausbildung mit allen Facetten: Recherche, Layout, Fotografie und vieles mehr. Über allem steht natürlich eine saubere Schreibe, schnörkellos und phrasenfrei, idealerweise unterhaltend und informierend.

Doch gerade hier ist die Katze begraben: Wer täglich schreibt, dem können schon mal Floskeln unterlaufen. Da feiert eine Mannschaft ein Schützenfest, da steht ein Stürmer goldrichtig, da wird das Fass zum Überlaufen gebracht, da wird für das leibliche Wohl gesorgt, und wenn es blöd läuft, steht man auch noch mit dem Rücken zur Wand. „Bratwurst-Journalismus“ nennt man das in der Szene, wenn man seinen Text mit milliardenfach benutzten Redewendungen verwässert. Das Schöne: Der Bratwurstjournalismus ist kein Monopol von Lokalzeitungen, im Grunde bleibt kein Medium davon verschont. Achten Sie mal drauf.

Kreativität und Einfallsreichtum sind also gefragt, und das gilt für alle Kollegen, für den Azubi ebenso wie den Sportchef. Doch gottlob: Die deutsche Sprache bietet so viele Variationen, so viele Synonyme, so viele Möglichkeiten. Und wissen Sie, was das Schönste an der deutschen Sprache ist: ihre Unkaputtmachbarkeit.

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Erstellt:
29. September 2013, 00:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 1min 47sec

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