Stefan Schwiersch DH

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Mit sportlichen Grüßen

Das Schöne am Fußball ist doch, dass man so herrlich über ihn streiten kann. „Der Schiri ist die letzte Oberpfeife!“, sagt der Nachbar zur Rechten. „Neenee – klar Ball gespielt“, verbessert der Nachbar zur Linken. Und wo verschiedene Meinungen aufeinandertreffen, also quasi überall, wo ein Match angepfiffen wird, da entstehen Mythen. Mythen wie „Ein Gefoulter sollte den Elfmeter nicht selbst schießen.“ Nun leben wir in einer Zeit, in der jeder Hunde-Furz wissenschaftlich untersucht und analysiert wird, und auch die geläufigsten Fußball-Mythen wurden längst seziert. Wie diese:

„Das Runde muss ins Eckige“: Das stimmt nur bedingt, denn das Runde ist gar nicht rund. Grundsätzlich und geometrisch ist es unmöglich, aus 14 Einzelteilen eine perfekte Kugel zu bauen. Eine perfekte Kugel bleibt ein unerreichbares Ideal, bestätigt Arnold Nicolaus von der Physikalischen Bundesanstalt in Braunschweig. Der hat gemeinsam mit Kollegen die nach seinen Angaben bestmögliche Kugel der Welt hergestellt – aus einem Siliziumkristall. Die perfekten Rundungen dienen einem ambitionierten Ziel: Die Braunschweiger Physiker wollen das in Paris lagernde Urkilogramm ersetzen.

Ebenfalls ein Mythos: „Bei Eckbällen schindet die führende Mannschaft gern Zeit.“ Klingt einleuchtend, ist aber falsch. Will eine Mannschaft ein Tor schießen, dann rücken die langen Abwehrspieler mit auf, und das dauert im Schnitt 25 Sekunden. Will aber eine Mannschaft ihre Führung vereidigen, bleiben die Kanthölzer hinten, dann wird die Ecke gern kurz gespielt. Zeit geschunden wird dann schon eher bei Einwürfen. Theoretisch kann man während einer gesamten Partie anhand der Einwürfe ablesen, ob das Team des Einwerfers führt oder zurückliegt. Achten Sie mal drauf.

Mit sportlichen Grüßen

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Erstellt:
15. September 2013, 00:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 1min 50sec

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