Matthias Brosch Die Harke

Matthias Brosch Die Harke

16.06.2013 Von Matthias Brosch

Mit sportlichen Grüßen

In dieser Ausgabe der Harke am Sonntag berichten wir darüber, dass die Fußballervereine im Kreisgebiet in den vergangenen Jahren 775 Mitglieder verloren haben. Ein Rückgang von 5,3 Prozent, der mehr und mehr zu Spielgemeinschaften der Klubs führt. Betrifft das Problem die Fußballer allein? Nein. Im Vergleich der Jahre 2003 und 2013 liegt der Rückgang bei allen Sportarten sogar bei 6,8 Prozent. Es gibt zwar in der Altersgruppe der über 41-Jährigen genau 2605 Menschen in der Statistik des Kreissportbundes mehr, die in Vereinen organisiert sind. Dafür fehlen den Klubs bei den 27- bis 40-Jährigen gleich 5166 Frauen und Männer, die sich wohl lieber Familie, Beruf oder anderen Hobbys widmen – da muss ich mich in meinem Bekanntenkreis nur umhören. Da fallen die Verluste bei den Kindern und Jugendlichen (bis 14 Jahre) mit 1572 Mädchen und Jungen gering aus vor dem Hintergrund von schwächeren Geburtenraten und Ganztagsschulen.

Was ist in den vergangenen zehn Jahren passiert, dass gerade die Mitte des Altersspektrums derart wegbrechen konnte? 5166 Menschen, die natürlich auch als Trainer und Übungsleiter fehlen.

Die Konkurrenz-Angebote und das ehrenamtliche Engagement in anderen Bereichen haben auf jeden Fall zugenommen. Die Fitnessstudios legten mit ihren gesundheitsorientierten Angeboten stark an Mitgliedern zu. Ein Trend, von dem mittlerweile auch einige Vereine mit eigenen Fitnessräumlichkeiten und Kursen gegen Gebühr profitieren. Unter diesem Gesichtspunkt schneiden die Sportler sogar noch gut ab.

Der Sportarten-Mix ist mit 37 Fachverbänden 2003 und 2013 nahezu unverändert. Fechten, Hockey und Ski sind von der Bildfläche verschwunden, dafür gehört American Football, Dart und DLRG-Rettungsschwimmen jetzt dem KSB an.

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Erstellt:
16. Juni 2013, 00:00 Uhr
Lesedauer:
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