Matthias Brosch Die Harke

Matthias Brosch Die Harke

28.04.2013 Von Matthias Brosch

Mit sportlichen Grüßen

Geld regiert die Welt – diese sprichwörtliche Redensart bekam in dieser Woche durch die Herrn Hoeneß und Götze ausreichend Aufmerksamkeit. Dazu ist genug geschrieben worden. Deshalb lassen wir an dieser Stelle den Blick innerhalb unserer Kreisgrenzen schweifen. Auch bei den hiesigen Vereinen spielen die Finanzen natürlich eine Rolle, aber sportliche Erfolge lassen sich – im Gegensatz zum deutschen Rekordmeister FC Bayern München – aktuell nicht am Einsatz des Kapitals ablesen. Es ist zwar immer wieder zu hören, dass sich der eine oder andere Verein aus unserer Region durch Zahlungen von höheren Aufwandsentschädigungen (oder der Unterstützung bei der Suche nach einem neuen Arbeitsplatz) ebenfalls die Dienste von Leistungsträgern sichert. Dadurch ist jedoch keine Wettbewerbsverzerrung zu erkennen.

Es wird für die Vereine vielmehr schwieriger, die Etat-Voraussetzungen für eine höhere Spielklasse überhaupt zu erfüllen. Für die Handballer der HSG Nienburg ist die Herren-Oberliga das Höchste der Gefühle. Die Oberliga-Fußballerinnen der SG Schamerloh müssen sogar ihre Fahrtkosten selbst bezahlen. Die Landesliga können sich im Grunde die wenigsten Fußballklubs leisten. Und beim VC Nienburg, dessen Volleyballerinnen gerade in die 3. Liga durchmarschiert sind, gab es auf der Jahreshauptversammlung einen Kassenbericht, der die Probleme stellvertretend für viele verdeutlichte: Die Mitgliedsbeiträge des Nordertorklubs decken nur noch knapp 30 Prozent der Gesamtausgaben. Der VCN ist zwar weit entfernt davon, pleite zu gehen. Aber die große Abhängigkeit vom Geld anderer ist auch hier deutlich.

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Erstellt:
28. April 2013, 00:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 1min 44sec

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