Matthias Brosch Die Harke

Matthias Brosch Die Harke

29.07.2012 Von Matthias Brosch

Mit sportlichen Grüßen

Die Olympischen Spiele in London waren noch gar nicht offiziell eröffnet, da sorgte eine Verwechslung für große Aufregung. Die nordkoreanischen Fußballerinnen verließen bekanntlich das Spielfeld, da fälschlicherweise die Flagge des Erzfeindes Südkorea auf der Großbildleinwand gezeigt wurde. Sie kehrten erst nach einer Entschuldigung der Organisatoren zurück, der Anpfiff ertönte fast eine Stunde später, am Ende stand dennoch ein 2:0-Erfolg gegen Kolumbien für die Asiatinnen.

Die Panne am ersten olympischen Wettkampftag zeigte einmal mehr, wie unmöglich es ist, sich vor einem derartigen Fauxpas zu schützen. Da hilft auch kein großes und professionelles Veranstaltungsteam, weil Fehler menschlich sind.

Der Vorfall kann uns aber ermuntern und als Beispiel dienen, lockerer mit den menschlichen Fehlern umzugehen. Die Gelassenheit geht uns in vielen Bereichen immer mehr verloren. Hinter allem wird eine Absicht vermutet, der Angriff des Feindes – Verfolgungswahn greift um sich. Das muss wirklich nicht sein.

Im Fall der nordkoreanischen Fußballerinnen gab es wahrscheinlich keine Möglichkeit, anders mit der ungewollten Beleidigung umzugehen. Mehr als eine Entschuldigung konnte ihnen indes auch nicht angeboten werden.

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Erstellt:
29. Juli 2012, 00:00 Uhr
Lesedauer:
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