Benjamin Gleue

Benjamin Gleue

22.04.2012

Mit sportlichen Grüßen

Wettbewerbsverzerrung – würde man in der Fußball-Bezirksliga aktuell eine Umfrage zum „Wort“ oder auch „Unwort der Saison“ machen, würde dieser Begriff wohl von vielen Fußballern und Fans genannt werden. Da die Oberliga-Mannschaft des BSV Rehden gestern spielfrei hatte, gingen einige Akteure der Erst- in der Zweitvertretung gegen Bezirksliga-Spitzenreiter FC Sulingen auf Torejagd. Diese Regelung ist nach NFV-Statuten zulässig, nach einer Schutzfrist von zwei Tagen sind Spieler nach einem Pflichtspieleinsatz in der Oberliga auch für alle Reservemannschaften spielberechtigt. U23-Spieler sogar zu jeder Zeit.

Was bleibt, ist ein mehr als fader Beigeschmack. Noch in der Vorwoche bekamen die Rehdener keine elf Spieler zusammen und sagten die Partie in Eilvese kurzfristig ab, das Match wurde 5:0 für die Gastgeber gewertet. Der kampflose Sieger STK ist übrigens der ärgste Konkurrent des FC Sulingen im Kampf um die Meisterschaft.

Fast schon gebetsmühlenartig predigen DFB und NFV Fair Play. Doch ist es wirklich noch Fair Play, wenn eine zweite Mannschaft in der Bezirksliga jederzeit auf Akteure der höher spielenden Elf zurückgreifen kann? Wohl nicht! Der Duden beschreibt den Begriff Wettbewerbsverzerrung als „Ungleichmäßigkeit der Wettbewerbsbedingungen“. Eine Überarbeitung der NFV-Statuten ist meiner Meinung nach zwingend erforderlich, damit Fußball in unteren Ligen das bleibt, was er ist: Ein sportlicher Wettbewerb zweier Mannschaften mit meist gleichen Voraussetzungen.

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Erstellt:
22. April 2012, 00:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 1min 41sec

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