Nikias Schmidetzki DH

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Kolumne 08.03.2017 Von Nikias Schmidetzki

Mitmachen? Aber nicht so!

Guten Tag

Job ist Job. Und manchmal ist er eben einfacher, manchmal nicht so. Grundsätzlich bin ich deshalb gerne bereit, zu einem angenehmen Arbeitstag beizutragen. Dabei gibt es aber eben Berufsgruppen – wenn dieser Begriff denn überhaupt passt in diesem Fall –, die machen es mir nicht eben leichter, sie zu unterstützen. Dazu gehören auch Mitarbeiter, die im Auftrag vom Marktforschungsunternehmen XY oder für das Sozialforschungsinstitut ABC anrufen. Ich weiß natürlich, dass sie ihren Job machen. Ich weiß auch, dass der sicher nicht immer Spaß macht. Und ich weiß auch, dass sich hinter den Anrufern häufig arme Knochen verbergen, die damit ihr Studium finanzieren oder gar die Familie ernähren müssen. Und deshalb höre ich mir ihr Anliegen auch meist – ich gestehe: nicht immer – bis zum Ende an. Und ganz manchmal, wenn mein telefonisches Gegenüber sympathisch rüberkommt und sich mir dazu noch Sinn und Zweck der Umfrage erschließt, dann mache ich mit. Wenn ich Zeit habe natürlich nur. Das sind viele Kriterien. Auch das ist mir bewusst. Wenn nun aber – und genauso hat es sich zugetragen – ein vermutlich junger Mann anruft, der nicht einmal den Namen seines Auftraggebers gerade über die Lippen und durch die Leitung bekommt, dann habe ich schlichtweg keine Lust. Es täte ihm leid, mich belästigt zu haben, gab der Anrufer noch zu verstehen. Doch da kann ich beruhigen: Belästigt habe ich mich nicht gefühlt. So schlimm war es dann doch nicht.

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Erstellt:
8. März 2017, 21:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 1min 47sec

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