27.01.2013

Mitternachtssport statt Alkoholkonsum

Landkreis Nienburg beteiligt sich an „Bundeswettbewerb Alkoholprävention“

Landkreis (DH). Der Landkreis Nienburg/Weser beteiligt sich an einem bundesweiten Wettbewerb zur Alkoholprävention. Mit seinen Angeboten in Kooperation mit dem Kreisjugendring sind in den vergangenen zwei Jahren allein an weiterführenden Schulen rund 1 000 Schüler erreicht worden, weitere Projekte sprechen Jugendliche bei ihren Feizeitaktivitäten an. Mitte Januar sind die Bewerbungsunterlagen für den „Bundeswettbewerb Alkoholprävention“ eingereicht worden. Das Team von Kreisjugendring und Fachdienst hofft jetzt auf eine Einladung zur Preisverleihung Anfang Juni in Berlin.

Alkoholprävention umfasst im Landkreis Nienburg ganz unterschiedliche und sich ergänzende Angebote. Bereits seit Anfang 2011 realisiert der Fachdienst Jugendarbeit und Sport in Zusammenarbeit mit dem Kreisjugendring verschiedene Projekte, mit denen sich der Kreis jetzt am Bundeswettbewerb beteiligt. Eines dieser Angebote ist der Mitternachtssport – als sinnvolle Alternative zum „Chillen“ mit Alkoholkonsum –, mit der diesjährigen Auftaktveranstaltung auf der Eisbahn in Holtorf am 8. Februar. An den bislang sieben Mitternachtssportangeboten haben insgesamt 300 Jugendliche teilgenommen. Darüber hinaus sind mit diversen Schulungen und Kooperationsveranstaltungen über 20 Vereine und Verbände in die Präventionsarbeit mit einbezogen worden. So ist etwa die „Aktion bleifrei“ inzwischen ein etablierter Bestandteil beim Stolzenauer Karneval und bei der 1. Mai-Feier in Möhlenhalenbeck. Hierbei können sich Jugendliche am Infobus der Kreisjugendpflege anmelden und sich freiwillig verpflichten, für den Abend alkoholfrei zu bleiben. Die erfolgreichen Teilnehmerinnen und Teilnehmer nehmen anschließend an einer Verlosung teil. In dem Projekt „Alkohol-Checker“ sind Jugendliche ausgebildet worden, um andere Jugendliche über die Gefahren übermäßigen Alkoholkonsums aufklären zu können. Sie haben darüber hinaus gelernt, alkoholfreie Cocktails zuzubereiten und bieten diese auf Veranstaltungen an. Aufklärungsarbeit an Schulen wird auch durch einen Mitmach-Parcours geleistet. Hier wird unter anderem eine so genannte Rauschbrille eingesetzt, die die eingeschränkte Wahrnehmungsfähigkeit unter Alkoholeinfluss simuliert.

Zur Vorbildfunktion von Erwachsenen wurden in Kooperation mit den Landkreisen Hameln-Pyrmont, Holzminden und Schaumburg zwei Plakate entwickelt, die an Schulen, Kindergärten und bei Vereinen ausgehängt wurden und zum Nachdenken anregen. Ergänzend zu den vielen Angeboten, die sich direkt an Jugendliche wenden, werden auch Beratungen für Veranstalter von Zeltfesten angeboten und Jugendschutzkontrollen durchgeführt.

Weitere Informationen über den bundesweiten Wettbewerb sowie über die Arbeit des Fachdienstes Jugendarbeit und Sport und des Kreisjugendrings geben Claudia Oelsner unter Telefon 05021/8941821 sowie Janine Beschorner und Peter Karaskiewicz unter der Nummer 05021/600840.

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Erstellt:
27. Januar 2013, 00:00 Uhr
Lesedauer:
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