Für diese Ausstellung verwirklichten die Klöpplerinnen ganz unterschiedliche Stücke. Sternemann

Für diese Ausstellung verwirklichten die Klöpplerinnen ganz unterschiedliche Stücke. Sternemann

Uchte/Südkreis 19.04.2018 Von Die Harke

Modern, frech, verspielt und manchmal auch gewollt „unbrauchbar“

„BLAU“ – Klöppelkunst in Uchte: Neue Wechselausstellung im Bürgerhaus / Sonntag wird die Ausstellung eröffnet, bis 24. Juni ist sie zu sehen

Eine Spitzenausstellung im wahrsten Sinne des Wortes präsentiert der Bürger- und Kulturverein Uchte ab 22. April im Bürgerhaus. Adina Sternemann und Marie-Luise Prinzhorn zeigen mit diesem Querschnitt, wie sie die Klöppelkunst im 21. Jahrhundert sehen: modern, neu, frech, schlicht, verrückt, verspielt, reduziert, opulent, manchmal auch gewollt „unbrauchbar“ – und das alles in „BLAU“, so der Titel dieser Ausstellung.

Warum „BLAU“? – „Das ist die bei uns beiden die mit Abstand beliebteste Farbe“. Für diese Ausstellungen verwirklichten die Klöpplerinnen Motive nach den gleichen Ideen. Heraus kamen trotzdem sehr unterschiedliche Arbeiten. So entstanden unter anderem Blätter, die durch unnatürliche Ausgestaltung in Form, Farbe und Material Staunen hervorrufen werden. In gleicher Vielfalt wurden Bekleidung, Fächer, Lampen, Decken sowie Tischbänder gefertigt und als I-Tüpfelchen ein Sternenhimmel, ausnahmsweise in zartem Weiß.

Im Landkreis sind die „Klöppeldeerns“ vor allem bekannt durch ihre VHS-Kurse (Marie-Luise Prinzhorn seit 30, Adina Sternemann seit 40 Jahren) und die Brokeloher Klöppeltage, die in diesem Jahr zum 25. Mal stattfinden werden. Dieses Jubiläum ist dann auch der Anlass für die neue Ausstellung. Warum in Uchte und nicht im Bereich Brokeloh? „Es gibt dafür keinen besseren Raum im Landkreis“, sind beide überzeugt.

Schon längst haben sie sich nicht nur in der gesamten deutschen Klöppelszene, sondern auch international einen Namen gemacht durch ihre zeitgemäßen, modernen Arbeiten, vor allem aber durch ihre große Experimentierfreude mit Verwendung der unterschiedlichsten Materialien. Gearbeitet wird ausschließlich nach eigenen Entwürfen. Ganz wichtig ist beiden die Inspiration durch ihre Kursteilnehmer, denn deren Wünsche umzusetzen heißt, sich auf die verschiedensten Wege zu begeben – traditionell wie auch spektakulär.

Die Ausstellung im Uchter Bürgerhaus am Färberplatz dauert vom 22. April bis zum 24. Juni. Geöffnet ist sie sonntags von 15 bis 17 Uhr, „gern auch zu individuell vereinbarten Zeiten“, heißt es von den Initiatorinnen. Terminabsprachen sind unter (05763)765 mit Christa Großkurth oder unter (05763)1309 mit Adina Sternemann zu treffen. Sonderöffnungszeiten gibt es am 12. und 13. Mai, jeweils von 14 Uhr bis 17.30 Uhr.

Zur Eröffnung am 22. April um 11 Uhr sind alle Interessierten willkommen.

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Erstellt:
19. April 2018, 21:00 Uhr
Lesedauer:
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