Stefan Reckleben

Stefan Reckleben

19.10.2015 Von Stefan Reckleben

Monopol und Sprengkraft

Jubel in Hameln über den Kooperationsvertrag zwischen Tourismusverbänden. Dabei bleibt, bis auf die Willenserklärung, sich im Marketing besser abzustimmen, alles beim Alten (Seite 21). Ebenso die fragwürdige Monopolstellung eines Privatunternehmers. Über den können Radtouristen Pauschalangebote buchen. Er ist der einzige gelistete Anbieter im Weserbergland-Tourismus. Das macht mächtig Ärger.

Der große Wurf blieb also aus. Im Vergleich dazu liegt ein Torso vor. Denn sieben Kreise mit ihren Verbänden bleiben außen vor. Dabei hatte Nienburgs Landrat Kohlmeier in Abstimmung mit Hameln-Pyrmonts Landrat Bartels alle Anrainerkreise samt Touristikverbänden, Dehoga, ADFC und touristische Leistungserbringer zu großer Runde am 13. Oktober eingeladen. Auch die Staatssekretärin im Wirtschaftsministerium, Daniela Behrens. Das Strategiegespräch sollte in Arbeitsgruppen der Frage nachgehen, wie der Weserradweg als gemeinsam getragenes Produkt unter den Stichworten „Kooperation“, „Marketing“, „Barrierefreiheit“ und „Qualität“ zukunftsfähig aufzustellen ist. Ein längst fälliges Unterfangen, um den Weserradweg als gemeinsames Produkt zu begreifen, wo jeder das Ziel haben sollte, die Wertschöpfung zu optimieren. Auf die besitzt aber niemand ein Monopol. Das hat Sprengkraft, wie sich weiter zeigen wird.

Das Strategiegespräch wurde abgesagt. Es kamen zu wenig. Flopp.

Zum Artikel

Erstellt:
19. Oktober 2015, 21:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 1min 35sec

Artikel empfehlen

Artikel Aktionen


Sie müssen angemeldet sein, um einen Kommentar verfassen zu können.