Morgen kommt der dritte Kran

Morgen kommt der dritte Kran

Hochbetrieb auf der IGS-Baustelle.

Von Edda Hagebölling.

Nienburg. Der Blick auf den Wetterbericht gehört für Frank Schole zum Pflichtprogramm. Und weil vorausgesagt ist, dass die Temperaturen wieder steigen sollen, wird ab morgen mit noch mehr Hochdruck als bisher weitergearbeitet auf der Großbaustelle hinter der BBS-Halle. Auf einem Grundstück von 36 000 Quadratmetern entsteht dort, wie bereits mehrfach berichtet, Nienburgs neue IGS. Frank Schole ist der verantwortliche Architekt. Im Verlauf einer kurzen Baustellenbesichtigung, berichtete er unter anderem, dass am morgigen Montag der dritte Kran aufgestellt wird und die mit dem Rohbau beauftragte Firma aus Nordhorn im Emsland zehn weitere Arbeiter auf die Großbaustelle in Nienburg entsendet. Das Ziel ist ehrgeizig. Zum Schuljahr 2016/2017 soll die IGS fertig sein. Sie ist konzipiert für bis zu 900 Schülerinnen und Schüler. „Für die jungen Leute soll die neue Schule kein Ort sein, an dem sie sich notgedrungen aufhalten müssen, sondern einer, an dem sie sich wohlfühlen“, erörtert Karin Rohwerder, Leiterin des Fachdienstes Liegenschaften beim Landkreis Nienburg. Unterstützt wird die Verwaltungsfachkraft bei der Betreuung der Großbaustelle unter anderem von ihrem Kollegen, dem Architekten Jörg Schermer. Und von Kathrin Federer. Letztere wurde vom Landkreis als externe Expertin mit der Projektleitung beauftragt.

Damit sich das Wohlfühlgefühl einstellen kann, hat das Architekturbüro großzügig geplant, wie Frank Schole weiter erläutert.

Der Eingangsbereich der neuen IGS ist hell und lichtdurchflutet. Dort wird unter anderem die Mensa angesiedelt. Rechts vom Haupteingang schließen sich die insgesamt 30 Klassenräume an. Je zehn sind zu einem Schulhaus zusammengefasst. Jedes Schulhaus bekommt ein Lehrerzimmer und einen eigenen Eingang. Und ein „Grünes Klassenzimmer“. Der Unterricht kann also bei Bedarf auch im Freien stattfinden.

Links vom Haupteingang entstehen die Funktions- und die Verwaltungsräume. Gebaut wird zweigeschossig. Der Gebäudekomplex selbst erstreckt sich über knapp 10 000 Quadratmeter. Hinter dem Haupteingang ist der Pausenhof vorgesehen. Eingeplant sind außerdem drei Spielfelder für Ballspiele aller Art.

„Und sollte sich in ein paar Jahren herausstellen, dass die IGS auch eine Oberstufe bekommen soll, ist dafür ebenfalls noch Platz vorhanden“, ergänzt Landkreis-Pressesprecher Torsten Rötschke.

Damit Entscheidungen zügig getroffen werden können, wurde ein eigener IGS-Bauausschuss eingerichtet. Ihm gehören die Kreistagsmitglieder Bernd Brieber, Werner Cunow, Elisabeth Kurowski, Frank Podehl, Manfred Sanftleben, Hans-Jürgen Waering und Peter Westermann an. Das Gremium entscheidet schon in Kürze darüber, welchen Klinker die IGS bekommen soll. Abgeschlossen sein sollen die Rohbauarbeiten einschließlich der Verklinkerung Mitte April.

Karin Rohwerder ist jedoch bereits mit ganz anderen Ausschreibungsaufträgen befasst. Schon in Kürze können sich Firmen um den Auftrag für die Möblierung des 20-Millionen-Komplexes bewerben. „Wegen der europaweiten Ausschreibung ist ein Vorlauf von vier Monaten eingeplant“, so die Fachdienstleiterin.