Talentiert auf dem Bike: Der siebenjährige Marten Meiners. Schmidt

Talentiert auf dem Bike: Der siebenjährige Marten Meiners. Schmidt

Motorsport 19.11.2016 Von Daniel Schmidt

„Motorsport bestimmt unser Leben“

Motocross: Marten Meiners steckt noch in den Kinderschuhen und gibt mächtig Gas / Familie steht dahinter

Am liebsten ist Marten Meiners auf zwei Rädern unterwegs. BMX und Mountainbike sind nicht schlecht, derzeit bevorzugt der Siebenjährige aber in erster Linie seine Motocross-Maschine. Auf dieser eifert er seinem Idol Maximilian Nagl nach, einem erfolgreichen Motocrossfahrer aus Bayern. Nichts überstürzen und diesen Sport von der Pike auf lernen – dafür hat Meiners nun mit Trainer Steffen Hünecke einen Mann an seiner Seite, der ihn bei seinem Vorhaben unterstützt. „Bei Marten ist auffällig, dass er Vorgaben unwahrscheinlich schnell umsetzen kann“, meint Hünecke, der früher selbst Motocrosser gewesen ist, 2009 wegen einer Verletzung aber kürzer treten musste. Er leitet mit Classic Oil/SHR Motorsports ein Team, das junge Talente fördert und unterstützt. Auch Marten Meiners gehört diesem Team an. Disziplin und Ehrgeiz gehören, wie in jeder anderen Sportart auch, mit dazu. Hünecke: „Wichtig ist für uns aber in erster Linie, dass es Spaß macht. Wir wollen nichts übertreiben.“

Motorsport bestimmt unser Leben. Es macht einfach Spaß zu sehen, wie Marten darin aufgeht

Motocross ist ein zeitaufwändiger Sport, ohne die Unterstützung der Familie geht nichts. Vater Holger und Mutter Carmen unterstützen ihren jüngsten Sprössling so gut wie möglich. Die Rennstrecken liegen nicht vor der Haustür, längere Anfahrten an Rennwochenenden sind daher Normalität, zum Training geht‘s auch schon mal nach Elstorf oder Munster. „Motorsport bestimmt unser Leben. Es macht einfach Spaß zu sehen, wie Marten darin aufgeht“, sagt Carmen Meiners, der die Gefahren dieses Sports durchaus bewusst sind und daher auch schon mal auf Holz klopft.

Auf der Hausstrecke in Sulingen hatte ein schleichender Plattfuß Marten Meiners einen Streich gespielt. „Marten ist nach einem Sprung seitlich quer über das Motorrad gefallen und mit dem Kopf und Rücken aufgekommen“, erinnert sich Holger Meiners. Außer ein paar blauer Flecken ist aber nichts passiert. Übrigens: Am meisten gefällt Marten am Motocross nicht etwa das Kribbeln oder das Flitzen um die Kurven. Es sind „die Pokale!“

Und davon hat er in diesem Jahr bereits mehrere gesammelt. Am 22. Mai absolvierte er sein erstes Rennen und erreichte in der MX5-Klasse (50 ccm) auf Anhieb Platz sechs. Im Rahmen des Niedersachsen-Cups reichte es bei einem Lauf für Platz fünf, einen Clublauf bei seinem Heimatverein MSG Sulingen konnte er sogar als Erster beenden.

Teilnahme an der norddeutschen Motocross-Meisterschaft

Im kommenden Jahr wird Meiners an der norddeutschen Motocross-Meisterschaft teilnehmen. Begleitet wird er dabei von seinem Vater oder gleich von der ganzen Familie. „Ohne die Familie funktoniert das nicht. Die Wochenenden müssen freigeräumt werden und letztlich ist es auch ein kostenintensiver Sport“, macht Hünecke klar. Der Aufwand lohne sich aus Sicht von Martens Eltern durchaus.

„Zuerst fahren alle gegeneinander, danach spielen sie aber auch wieder miteinander. Wenn die Helme ab sind, sind sie alle wieder Freunde“, beschreibt Carmen Meiners den Umgang der jungen Motocrosser untereinander.

Neben den Trainingseinheiten auf dem Motorrad gehören regelmäßige Leichtathletik-Einheiten für Marten Meiners mit dazu. Um auch die körperliche Fitness nicht zu vernachlässigen, ist er daher beim SV Erichshagen in der Trainingsgruppe von Peter Linke dabei.

Wie viele andere Kinder auch, freut sich Zweitklässler Marten schon auf Weihnachten. Einen seiner Wünsche hat er dem Christkind bereits verraten. Eine Drohne mit Kamera soll es sein. Damit kann er in Zukunft die Rennstrecken auch von oben unter die Lupe nehmen – er möchte nichts dem Zufall überlassen.

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Erstellt:
19. November 2016, 21:00 Uhr
Lesedauer:
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