Nienburg 16.03.2017 Von Die Harke

„Mühsamen Kompromiss nicht zerreden“

CDU-Abgeordneter Knoerig reagiert auf Kritik der Grünen-Abgeordneten Keul und Verlinden

Der CDU-Bundestagsabgeordnete [DATENBANK=422]Axel Knoerig[/DATENBANK] reagiert auf den HARKE-Artikel „53367“ vom 10. März. Er schreibt: „Die Reaktionen von Frau [DATENBANK=195]Keul[/DATENBANK] und Frau Verlinden auf meine Stellungnahme zum Inkrafttreten des Erdgasförderungsgesetzes machen einmal mehr deutlich, wie einseitig und ideologisch die Argumentation der Grünen hier ist. Nach fünf Jahren intensiver Debatte verwahre ich mich dagegen, dass der mühsam erarbeitete Kompromiss nun derartig zerredet wird. Zumal die Grünen gar nicht auf die tatsächlichen Inhalte des Gesetzes eingehen.

Darin steht nämlich unter anderem die Vorgabe (beruhend auf der Expertise des Landesbergamtes), dass Gesteinsschichten, aus denen Erdgas entnommen wird, zwecks Druckausgleich wieder befüllt werden. Auch wenn es hier keinen direkten Bezug zum Kohlendioxid-Ausstoß gibt, möchte ich dennoch darauf eingehen: Die weltweiten Emissionen werden nicht dadurch reduziert, dass man Europa an die Kette legt, während China und die USA ihre schädliche Klimapolitik weiterbetreiben.

Im Gegensatz zu der rigiden Verbotspolitik, welche die Grünen fordern, müssen wir vielmehr technologieoffene Rahmenbedingungen für den Innovationsstandort Deutschland setzen. Sonst riskieren wir eine Abwanderung von Unternehmen und damit von Arbeitsplätzen.“

Ein Beispiel dazu ist nach Knoerigs Angaben das von den Grünen geforderte Verbot von Verbrennungsmotoren bis 2030: „Hiermit wollen sie der Automobilindustrie und ihren Kunden vorschreiben, auf die viel teurere Elektromobilität umzusteigen. Das würde obendrein rund 200.000 Arbeitsplätze gefährden und Deutschland in eine infrastrukturelle Insellage bringen, während in der restlichen Welt weiter Verbrennungsmotoren im Einsatz sind.

Nicht nur aus wirtschaftspolitischer, sondern auch aus sozialpolitischer Sicht ist die Umweltpolitik der Grünen wenig praktikabel: Im Rahmen der Programmförderung des Bundes haben viele Hauseigentümer ihre Immobilien auf Erdgas- oder Ölheizung umgestellt. Bei einem völligen Ausstieg aus fossilen Energien wären sie − nach diesen hohen Investitionen – durch einen spürbaren Wertverlust von Haus oder Wohnung geschädigt.“

Zum Artikel

Erstellt:
16. März 2017, 21:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 1min 55sec

Artikel empfehlen

Artikel Aktionen


Sie müssen angemeldet sein, um einen Kommentar verfassen zu können.