Ein Unternehmen mit unzähligen Berufsfeldern: 26 Frauen besuchten am Montag die Firma Polipol in Diepenau. Foto: privat

Ein Unternehmen mit unzähligen Berufsfeldern: 26 Frauen besuchten am Montag die Firma Polipol in Diepenau. Foto: privat

Landkreis 08.03.2020 Von Die Harke

Mütter als wichtige Multiplikatorinnen

Dem Beruf ist dein Geschlecht egal: 26 Frauen besuchten die Firma Polipol in Diepenau

Unter dem Motto „Dem Beruf ist dein Geschlecht egal!“ besuchten 26 Frauen das Unternehmen Polipol in Diepenau. Der Besuch fand im Rahmen der Veranstaltungen zum Internationalen Frauentag statt. Die Veranstaltungsreihe wird, wie berichtet, von den kommunalen Gleichstellungsbeauftragten unter der Leitung von Petra Bauer angeboten.

Der Internationale Frauentag wird weltweit jährlich am 8. März begangen. Frauen greifen ein breitgefächertes Themenangebot auf und bringen es unter Gleichstellungsaspekten in die Öffentlichkeit. „In diesem Jahr haben wir uns das Thema Berufsfindung zum Schwerpunkt gesetzt“, sagt Bauer. „Noch immer wählen junge Frauen mehrheitlich Berufsausbildungen in kaufmännischen oder sozialen Bereichen. „Mit unseren Betriebsbesichtigungen möchten wir das Spektrum erweitern, vor allem mit Blick auf Berufe im MINT Bereich (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik).“

Die Betriebsbesichtigung bei dem Unternehmen Polipol.menschen&möbel war die erste von insgesamt vier Besichtigungen im Landkreis.

Vor Ort wurden die Teilnehmerinnen sowohl von der ortsansässigen ehrenamtlichen Gleichstellungsbeauftragten Annegret Trampe als auch von Ingo Schick und Anna Howsa seitens des Unternehmens begrüßt.

Schon hier wurde deutlich: das Unternehmen schätzt das Können und die Fähigkeiten, die die Mitarbeitenden mitbringen, und es legt gleichzeitig großen Wert auf die Qualität der herzustellenden Produkte.

Dies wurde den Gästen in einem kurzen Film dargestellt. So gilt: Von der ersten Skizze bis zur letzten Naht werden im niedersächsischen Diepenau sämtliche Details entworfen, kreativ weitergedacht und optimiert. Solange, bis das perfekte Design eines Möbels gefunden ist.

Ganz bewusst haben wir auch Schülerinnen zu den Betriebsbesichtigungen angesprochen.

Petra Bauer, Gleichstellungsbeauftragte

Zuerst ging es für die Gäste in den Show-Room, von dort in die Entwicklung. Dort konnten die einzelnen Arbeitsschritte nachvollzogen werden. Ebenso erhielten die Besucherinnen einen Einblick in die vielfältigen Materialien. Positiv aufgefallen ist, dass gerade im Bereich Entwicklung zahlreiche weibliche Angestellte tätig sind. Auch bei den Auszubildenden sind beide Geschlechter vertreten entsprechend dem Motto: Dem Beruf ist dein Geschlecht egal.

Weiter ging es dann für die Frauen in die sogenannte Open-Space-Rooms, das sind Großraumbüros. Hier beeindruckte die lärmdezimierte Akustik und die besonders mitarbeiterfreundliche Ausstattung.

Während der Betriebsbesichtigung wurde den Teilnehmerinnen deutlich, dass es unzählige Berufsfelder gibt, die in diesem Unternehmen ausgeübt werden. Neben den traditionellen kaufmännischen Berufsfeldern sind beispielhaft Polsterinnen, Holzmechanikerinnen, Dekorationsnäherinnen, IT-Spezialistinnen, Prozessingenieurinnen und Konstrukteurinnen zu nennen.

„Ganz bewusst haben wir auch Schülerinnen zu den Betriebsbesichtigungen angesprochen“, teilt Bauer mit. „Teilweise waren Schulen bereit, die Mädchen für die Zeit vom Unterricht freizustellen, um ihnen die Möglichkeit zu eröffnen, bisher eher unbekannte Ausbildungsberufe kennenzulernen. Darüber hinaus sind natürlich Frauen, die Mütter oder Großmütter sind, wichtige Vorbilder und Multiplikatorinnen für die junge Generation.“

„Ich habe gar nicht gewusst, dass es solche Berufe überhaupt gibt“, beendete eine Teilnehmerin den Besuch. „Da kann man jungen Menschen nur Mut machen, sich vor einer Berufsentscheidung gut zu informieren und einen weiten Blick zu haben.“

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Erstellt:
8. März 2020, 07:40 Uhr
Lesedauer:
ca. 2min 27sec

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