Cecilia Laca ist Primaria des von ihr gegründeten San Carlo Streichquartettes. Stadttheater Minden

Cecilia Laca ist Primaria des von ihr gegründeten San Carlo Streichquartettes. Stadttheater Minden

Minden 06.05.2019 Von Die Harke

Musik und Schauspiel

Das aktuelle Programm des Mindener Stadttheaters

Das Stadttheater lädt im Mai zu folgenden Veranstaltungen ein: Am heutigen Montag, 6. Mai, 20 Uhr, steht das Sinfoniekonzert mit der Nordwestdeutschen Philharmonie auf dem Programm: Johannes Brahms Violinkonzert D-Dur op. 77, Robert Schumann Sinfonie Nr. 4 d-moll op. 120, mit Cecilia Laca an der Violine, die Leitung hat Wolfgang Emanuel Schmidt, die Einführung ist um 19.15 Uhr.

Cecilia Laca ist in den renommierten Konzertsälen Italiens zu hören, und ihre internationalen Konzertreisen führten sie unter anderem nach Frankreich, Spanien, Deutschland, Israel und die USA. Sie ist Primaria des von ihr gegründeten San Carlo Streichquartettes, das sich schnell international etablierte und hoher Anerkennung erfreut. Cecilia Laca spielt eine Violine aus der Werkstatt von Marino Capicchioni aus dem Jahr 1957, die ihr von der Theaterstiftung San Carlo zur Verfügung gestellt wird.

Am Donnerstag, 9. Mai, um 19 Uhr und am Freitag, 10. Mai, um 10 Uhr gibt es Schulvorstellungen von „King Lear“ von William Shakespeare in englischer Sprache. Es ist eine Produktion von „The Suttoners“.

Am Sonntag, 12. Mai, wird ab 18 Uhr das Schauspiel „Der Kirschgarten“ von Anton Tschechow aufgeführt – eine Produktion des Rheinischen Landestheaters Neuss. Zum Inhalt: Nach fünf Jahren kehren Ljubow Ranewskaja und ihre 17-jährige Tochter Anja aus Paris in ihre Heimat Russland und auf ihr Landgut zurück, das für seinen wundervollen Kirschgarten in der ganzen Gegend berühmt ist. Doch das Gut ist mittlerweile rettungslos verschuldet. Die Zwangsversteigerung droht.

Der Kaufmann Lopachin schlägt vor, den Kirschgarten abzuholzen und das Gelände parzelliert zum Bau von Sommerhäusern anzubieten. Doch die Besitzerin weigert sich, das Gut durch Verkauf zu retten. Sie kann nicht von ihm lassen, auch wenn er sie schon längst nicht mehr interessiert. Zu sehr hängt sie an ihren Erinnerungen an ihren Mann und ihren kleinen Sohn, die beide auf dem Gut gestorben sind.

Anja hingegen möchte die Vergangenheit hinter sich lassen und mit dem ehemaligen Hauslehrer Trofimow ein neues Leben beginnen. Die übrigen Bewohner halten ebenfalls an ihren Erinnerungen fest und hoffen auf die finanzielle Unterstützung einer reichen Tante. Aber das Wunder geschieht nicht, der Kirschgarten wird versteigert und Lopachin wird der neue Besitzer.

Tschechows Figuren sind gelähmt. Sie reden von ihrem Leben, aber leben es nicht. Sie halten verzweifelt an der Vergangenheit fest, während sie ungläubig die Neuerungen bestaunen.

Anton Tschechow (1860 bis 1904) ist einer der bekanntesten russischen Autoren des 19. Jahrhunderts. Unter seiner Feder entstanden Novellen, Romane und Dramen, die bis heute nicht aus der Literatur wegzudenken sind. Gerade seine Dramen, neben dem „Kirschgarten“ vor allem „Die Möwe“ und „Drei Schwestern“, stellten einen bedeutenden Neubeginn für das russische Theater dar.

Das Schauspiel „Der Kirschgarten“ ist am 12. Mai zu sehen. Stadttheater Minden

Das Schauspiel „Der Kirschgarten“ ist am 12. Mai zu sehen. Stadttheater Minden

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Erstellt:
6. Mai 2019, 17:33 Uhr
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