Michael Nestler (Violine) und André Hummel. Foto: Hummel

Michael Nestler (Violine) und André Hummel. Foto: Hummel

Loccum 10.08.2020 Von Die Harke

Musik zur Einkehr mit „Wunderträumen“

Am 16. August gibt es spätromantische Melodien für Violine und Klavier

In der Reihe „Musik zur Einkehr“ gibt es am Sonntag, 16. August, um 17.30 Uhr in der Klosterkirche Loccum einen Abend mit spätromantischer Musik für Violine und Klavier in Zwiesprache mit romantischen Gedichten.

Michael Nestler aus Aumühle (Violine) und Kreiskantor André Hummel, aus Stolzenau am Klavier bieten ein Programm mit besonderen Stücken der deutschen Spätromantik. Dazu liest Lektorin Dr. Barbara Willig (Stolzenau) romantische Gedichte.

Es erklingt Musik um 1900 aus ganz Deutschland: Von Albert Becker (1834-1899) aus der Berliner Schule, Cyrill Kistler (1848-1907), der den süddeutschen Bereich vertritt, sowie Walther Böhme (1884-1952) und Walter Niemann (1876-1953) für die Leipziger Schule. Musikalisch im Spannungsfeld zwischen Wagnerianern, dem Schülerkreis um Josef Gabriel Rheinberger sowie Engelbert Humperdinck, werden verträumte Melodien, gewaltige Ausbrüche und äußerst zarte Passagenzu hören sein.

Im Erzgebirge aufgewachsen, wurde Michael Nestler von der dort erlebbaren kirchenmusikalischen Tradition geprägt. Schon früh entdeckte er für sich das Klavier, bevor er im Alter von sieben Jahren seinen ersten Violinunterricht erhielt. Sein Weg führte ihn 1997 an die Spezialschule für Musik Dresden, an der er 2009 selbst als Pädagoge tätig wurde. Sein Studium im solistischen Fach bei Prof.

Ivan Zenaty (Dresden, Prag, Kopenhagen) schloss er mit Auszeichnung ab und studierte zusätzlich im zweiten Hauptfach Streichquartett. Meisterkurse bei Igor Ozim und Yair Kless, sowie Kammermusikkurse bei Truls Moerk, Jürgen Kussmaul und Sir Colin Davis gaben ihm weitere Impulse.

Michael Nestler engagiert sich intensiv in projektbezogenen Ensembles wie dem „ensemble ponticello“. Sakrale Musiktradition und bürgerliche Konzerttradition zusammenzuführen, Musik als essentielle Nahrung der Seele zu verstehen und zu leben, ist ein wesentliches Anliegen seines künstlerischen Schaffens.

André Hummel ist seit 2010 Kreiskantor für den Kirchenkreis Stolzenau-Loccum und leitet sowohl klassische Ensembles wie die Gruppe „flauti antichi“ oder das Kammerorchester „consortinos“ als auch Formationen im Bereich Folklore/Jazz/Unterhaltungsmusik wie das Salonorchester „Tango und mehr“ und die „Folkinos“.

Eintritt: acht Euro, Jugendliche bis 14 Jahre frei. Es gelten die aktuellen Hygieneregeln: ein Gesichtsschutz sowie ein Zettel mit Namen, Anschrift und Telefonnummer sind mitzubringen.

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Erstellt:
10. August 2020, 17:57 Uhr
Lesedauer:
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