Nikias Schmidetzki DH

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Guten Tag 12.07.2019 Von Nikias Schmidetzki

Mut zum Misstrauen

Dem Bankengründer Mayer Amschel Rothschild, der im 18. und 19. Jahrhundert gelebt hat, wird die Aussage zugeschrieben: „Ihr Geld ist nicht weg, mein Freund, es hat nur ein anderer.“ Bitter, wenn dieser „andere“ ein Betrüger ist, der seinem Opfer über eine dreiste Masche am Telefon vorgekaukelt hat, ein Hilfe suchender Verwandter oder gar ein Polizist mit guten Absichten zu sein (Artikel auf dieser Seite).

Es ist also Vorsicht geboten. Auch wenn Enkel, Neffen, Nichten und wer auch sonst unterstützt werden sollen. Gleiches gilt auch bei angeblichen Polizisten. So groß das Vertrauen in die Polizei auch sei, in bestimmten Fällen sollten Menschen doch nicht einfach glauben, was die vermeintlichen Beamten ihnen sagen, betont Erster Hauptkommissar Michael Alisch: „Gesundes Misstrauen ist angebracht. Auch der Polizei gegenüber.“ Keiner seiner Kollegen sei böse, wenn der Dienstausweis verlangt und zur Absicherung bei der Polizei angerufen werde.

Und auch andersherum gilt: Sind Mitarbeiter von Banken und Sparkassen besonders vorsichtig, fragen sie nach, wofür das Geld bestimmt ist, dann meinen sie das keineswegs böse. Im Gegenteil wollen sie die Kunden vor möglichem Betrug bewahren. Mehr als hinterfragen und kritisch sein können sie nicht.

Deshalb warnt die Polizei: Echte Polizisten und andere Amtspersonen stellen am Telefon keine Frage zu Vermögenssituationen und fordern auch nicht, Geld oder Wertgegenstände zur Verwahrung zu übergeben. Sie rufen außerdem niemals unter der Nummer 110 an. Beim Verdacht, dass Betrüger einen Versuch unternommen haben, sollte sofort die Polizei informiert werden.

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Erstellt:
12. Juli 2019, 07:14 Uhr
Lesedauer:
ca. 1min 46sec

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