Eichhörnchen sind possierlich. Aber für andere Tiere eben auch Beute. Foto: Ingo Bartussek - stock.adobe.com

Eichhörnchen sind possierlich. Aber für andere Tiere eben auch Beute. Foto: Ingo Bartussek - stock.adobe.com

Nienburg 17.06.2020 Von Holger Lachnit

Mutter Natur ist eben grausam

Guten Tag!

Unsere Katze „Söckchen“ hat ihren Namen daher, dass sie vier weiße Pfoten hat. Ansonsten ist sie grau getigert und hat einen weißen Bauch. In diesen passt eine Menge rein. Nicht nur das, was wir ihr an Futter geben, sondern auch eine Menge an Mäusen. „Söckchen“ ist nämlich nicht nur ein großer Jäger, sondern auch ein großer Fänger. Und das, obwohl sie eigentlich eine ziemlich kleine Katze ist.

Wir wollen an dieser Stelle nicht verschweigen, dass sie sich auch schon den einen oder anderen Vogel einverleibt hat. Neulich hat „Söckchen“ allerdings eine Beute gemacht, für die wir uns ein wenig schämen: Es war ein Eichhörnchen. Und zudem war es ein ziemlich possierliches Exemplar.

Was macht man nun mit seiner Katze, wenn sie mit einem halben Eichhörnchen im Maul vor einem steht? Meine Frau und ich haben die Flucht ergriffen. Und Trost im Internet gesucht: Sind Eichhörnchen giftig für Katzen, können sie Krankheiten übertragen?, lauteten unsere ersten bangen Fragen.

Dann setzte das schlechte Gewissen ein, und wir versuchten, mehr über die niedlichen rotbraunen Kobolde zu erfahren. Dabei sind wir auf der Seite der Eichhörnchenhilfe Berlin gelandet. Und dort haben wir einen Satz gefunden, der uns etwas getröstet hat: „Eichhörnchen haben eine wichtige Funktion in der Natur. Sie stellen Nahrung für andere Tiere dar.“

Da hat das Hörnchen also eine bestimmungsgerechte Verwendung gefunden. Mutter Natur ist eben grausam.

Bitte bleiben Sie gesund.

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Erstellt:
17. Juni 2020, 05:55 Uhr
Lesedauer:
ca. 1min 44sec

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