Der 23-Jährige wird vermisst. Seine Spur verliert sich in Spanien.  Foto: Privat

Der 23-Jährige wird vermisst. Seine Spur verliert sich in Spanien. Foto: Privat

Landkreis 12.08.2022 Von Sebastian Schwake

Blaulicht

Mutter aus Leese vermisst Sohn: 23-Jähriger als Backpacker in Spanien unterwegs

Ein 23-jähriger Backpacker wird in Spanien vermisst. Seine 51-jährige Mutter aus Leese hat ihren Sohn am 8. August bei der Polizei in Stolzenau als vermisst gemeldet. Deswegen ermitteln Beamte aus Stolzenau aktuell in dem Vermisstenfall. Die Polizei kann ein Verbrechen nicht ausschließen.

Der 23-Jährige war am 3. August mit einem Rucksack von Deutschland aus nach Gran Canaria geflogen. Dort startete er seinen Trip. Dort kam er auch wohlbehalten an. Er soll in einer Höhle übernachtet haben, berichtet die Familie. Am nächsten Tag wollte er weiter nach Teneriffa und La Gomera reisen. Die spanischen Behörden registrierten ihn noch auf einer Fähre, die von Gran Canaria nach Teneriffa übersetzte. Anschließend verliert sich noch an jenem 4. August die Spur des nach Angaben von Nienburgs Polizeipressesprecherin Andrea Kempin „erfahrenen Backpackers“.

Mutter wendet sich schließlich an die Polizei Stolzenau

Der gebürtige Mindener, der auf den sozialen Medien aktiv war, postete keine Bilder mehr von seiner Reise, meldet sich zu Hause nicht mehr. Es gibt keinen Kontakt mehr zu seiner Außenwelt. „Das ist sehr ungewöhnlich für den jungen Mann“, sagt Andrea Kempin. Nachrichten, die ihm via Handy zugestellt werden, sollen in den Tagen danach noch angekommen sein – sie seien aber von dem 23-Jährigen nicht mehr gelesen worden. Mittlerweile sollen die Nachrichten auch nicht mehr ankommen. Entweder ist der Akku leer oder dem Chemie-Laboranten wurde das Handy gestohlen.

Auch in den Tagen darauf hört die Leeserin nichts mehr von ihrem Sohn, der mittlerweile in der Samtgemeinde Altes Amt Lemförde im Landkreis Diepholz lebt. Die 51-Jährige entscheidet sich schließlich dazu, ihren Sohn als vermisst zu melden. Am 8. August geht sie zur Polizei nach Stolzenau und sagt den Beamten dort, dass sie ihren Sohn vermisst. Die Stolzenauer Polizei nimmt den Vermisstenfall sehr ernst.

Familie wendet sich mit emotionalem Post an Öffentlichkeit

„Wenngleich uns momentan keine Hinweise auf einen Unglücksfall oder eine Straftat vorliegen, nehmen wir die Sorgen der Angehörigen sehr ernst“, sagt Andrea Kempin. Die Stolzenauer Ermittler haben über das Landes- und das Bundeskriminalamt die bisherigen polizeilichen Erkenntnisse an die spanischen Behörden weitergeleitet, die sich aktuell ebenfalls mit dem Fall befassen.

„Die spanischen Behörden wurden über unseren Ermittlungsstand in Kenntnis gesetzt. Außerdem führen wir weitere Ermittlungen im Umfeld des Vermissten durch und tauschen relevante Erkenntnisse unverzüglich mit den spanischen Behörden aus“, sagt sie.

Auf Instagram sucht die Familie mit diesem Post nach dem jungen Mann.  Foto: Privat

Auf Instagram sucht die Familie mit diesem Post nach dem jungen Mann. Foto: Privat

Die Familie ist mittlerweile selbst aktiv geworden. Sie sucht mit einem emotionalen Post auf Instagram nach dem 23-Jährigen. „Normalerweise meldet er sich täglich“, heißt es darin. Auf Deutsch, Spanisch und Englisch haben sie Informationen über ihn zusammengestellt. Nach Angaben der Familie ist der Vermisste etwa 1,75 Meter groß, hat dunkelblonde Haare und einen leicht dunkelroten Bart sowie eine sportliche Statur. Hinweise nimmt das Polizeikommissariat Stolzenau unter Telefon (0 57 61) 9 20 60 entgegen.

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Erstellt:
12. August 2022, 14:13 Uhr
Lesedauer:
ca. 2min 20sec

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