Ein Schüler hält seinen negativen Test in der Hand. Eine Mutter hatte eine Verfassungsbeschwerde gegen die Corona-Regeln an Schulen eingelegt. Foto: Christoph Soeder/dpa

Ein Schüler hält seinen negativen Test in der Hand. Eine Mutter hatte eine Verfassungsbeschwerde gegen die Corona-Regeln an Schulen eingelegt. Foto: Christoph Soeder/dpa

Karlsruhe 24.02.2022 Von Deutsche Presse-Agentur

Mutter erfolglos mit Verfassungsbeschwerde gegen Testpflicht

Das Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe hat bekräftigt, dass Familiengerichte nicht dafür zuständig sind, Coronamaßnahmen an Schulen aufzuheben.

Eine Verfassungsbeschwerde einer Mutter dazu nahm das oberste deutsche Gericht nach Angaben nicht zur Entscheidung an. Die Frau hatte sich dagegen gewehrt, dass an der Grundschule ihres Sohnes Maskenpflicht und Testpflicht herrscht und deshalb vor Familiengerichten in Brandenburg ein Verfahren wegen Kindeswohlgefährdung verlangt. Das hatten die Gerichte jedoch abgelehnt.

Die Verfassungsbeschwerde hierzu sei unzulässig, so das oberste deutsche Gericht. Eine Verletzung von Grundrechten oder grundrechtsgleichen Rechten der Mutter sei nicht ersichtlich. Außerdem habe sie erforderliche Unterlagen nicht vorgelegt und Fristen versäumt. Zudem habe der Bundesgerichtshof (BGH) bereits hinreichend geklärt, dass Familiengerichte Corona-Maßnahmen an Schulen nicht außer Kraft setzen dürfen. Dies sei Verwaltungsgerichten vorbehalten.

Der BGH hatte im vergangenen Oktober entschieden, dass Familienrichter gegenüber schulischen Behörden prinzipiell keine Anordnungen zur Durchsetzung des Kindeswohls erlassen. Die gerichtliche Kontrolle in diesem Bereich obliege ausschließlich den Verwaltungsgerichten.

© dpa-infocom, dpa:220224-99-264219/3

Zum Artikel

Erstellt:
24. Februar 2022, 10:27 Uhr
Lesedauer:
ca. 1min 26sec

Artikel empfehlen

Artikel Aktionen


Sie müssen angemeldet sein, um einen Kommentar verfassen zu können.