Eine 38 Jahre alte Frau hat in Manching mutmaßlich ihre Kinder getötet und sich dann in einem Treppenhaus in die Tiefe gestürzt (Symbol). Foto: Bernd Wüstneck/dpa-Zentralbild/ZB

Eine 38 Jahre alte Frau hat in Manching mutmaßlich ihre Kinder getötet und sich dann in einem Treppenhaus in die Tiefe gestürzt (Symbol). Foto: Bernd Wüstneck/dpa-Zentralbild/ZB

Manching 22.02.2020 Von Deutsche Presse-Agentur

Mutter stürzt in den Tod - Polizei findet zwei tote Kinder

Nach dem mutmaßlichen Selbstmord einer 38 Jahre alten Frau hat die Polizei im oberbayerischen Manching zwei tote Kleinkinder gefunden. Dabei handele es sich um die beiden 10 Monate und 3 Jahre alten Kinder der Frau, wie die Beamten am Samstag mitteilten.

Ein Zeuge hatte nach Polizeiangaben am Freitagnachmittag auf einem Firmengelände den Rettungsdienst und die Polizei alarmiert, nachdem er beobachtet hatte, wie sich eine Frau im Treppenhaus eines Bürogebäudes im fünften Stock über ein Geländer in die Tiefe stürzte. Nach den bisherigen Ermittlungen geschah dies in „suizidaler Absicht“, wie ein Polizeisprecher auf Nachfrage sagte. Die 38-Jährige wurde lebensgefährlich verletzt und mit einem Rettungshubschrauber in eine Klinik gebracht, wo sie in der Nacht ihren schweren Verletzungen erlag. Im Auto der Frau, das auf einem Firmenparkplatz abgestellt war, fanden Polizisten die Leichen der beiden Kinder. „Beide Mädchen wurden gewaltsam getötet“, hieß es. Im Auto wurde auch die mutmaßliche Tatwaffe, ein Messer, gefunden. Wie die Polizei auf Nachfrage weiter mitteilte, befand sich die Frau gegenwärtig in Elternzeit und habe sich daher nicht zur Arbeit in dem Firmengebäude aufhalten müssen. Sie habe aber als Mitarbeiterin Zugang zu dem Gebäude gehabt. Ihr Ehemann, mit dem sie zur Tatzeit zusammenlebte, wurde ebenso wie weitere Angehörige von einem Kriseninterventionsteam betreut. Die Familie stammt den Angaben zufolge aus dem Landkreis Neuburg-Schrobenhausen. Alle drei Leichen sollen am Montag obduziert werden. Weitere Angaben zum Tatgeschehen und den Hintergründen gab es nicht. Die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Ingolstadt und der Kriminalpolizei dauern an.

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Erstellt:
22. Februar 2020, 11:56 Uhr
Lesedauer:
ca. 1min 39sec

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